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    Palästinenser bilden Übergangsregierung unter Abbas

    Kein Datum für Parlaments- und Präsidentschaftswahlen

    Die beiden Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas haben die Bildung einer Übergangsregierung unter Leitung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vereinbart. Laut einem in Katar unterzeichneten Abkommen soll die aus Fachleuten gebildete Regierung der nationalen Einheit Parlaments- und Präsidentschaftswahlen organisieren. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kritisierte das Abkommen.

    Die beiden Palästinenserorganisationen unterzeichneten die "Erklärung von Doha" in der Hauptstadt Katars in Gegenwart des Emirs Scheich Hamad ben Chalifa al-Thani während einer live im Fernsehen übertragenen Zeremonie. Der Fatah-Chef Abbas sagte, das Abkommen sei geschlossen worden, "damit es umgesetzt werde". Der Hamas-Exilführer Chaled Maschaal erklärte seinerseits, beiden Gruppen sei es "extrem ernst" mit dem Abkommen. Ein Datum für die geplanten Wahlen nannten beide nicht.

    Netanjahu erklärte, dass Abbas sich zwischen der Versöhnung mit der radikalislamischen Hamas oder dem "Weg zum Frieden" mit Israel entscheiden müsse. Beides gehe nicht. "Die Hamas hat nicht die geringsten Anforderungen der internationalen Gemeinschaft erfüllt. Sie erkennt nicht nur Israel und die unterzeichneten Abkommen nicht an, sondern schwört auch dem Terrorismus nicht ab", fügte Netanjahu hinzu.

    Abbas und Maschaal befanden sich seit Sonntagvormittag zu Gesprächen in Doha. Die Bildung der Einheitsregierung geht auf ein Abkommen vom 27. April 2011 zurück. Trotz zahlreicher Treffen kam die Umsetzung des Versöhnungsabkommens zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen seither jedoch nicht voran. Die nun beschlossene Einheitsregierung soll auch den Wiederaufbau des Gazastreifens vorantreiben, der bis heute an den Folgen der dreiwöchigen israelischen Militäroffensive von 2008/2009 leidet.

    Die Zusammensetzung der neuen Regierung soll bei einem Treffen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) am 18. Februar in Kairo bekannt gegeben werden, wie der Fatah-Vertreter Assam al-Ahmed der Nachrichtenagentur AFP sagte. Demnach sollen auch die Hamas und der Islamische Dschihad teilnehmen. Das Datum für die Wahlen solle später bekannt gegeben werden, sagte al-Ahmed. Gemäß dem Versöhnungsabkommen sind sie für den 4. Mai geplant.

    Neben dem Präsidenten und dem Parlament soll bei den Wahlen auch der Palästinensische Nationalrat, die Legislative der PLO und das Exilparlament der Palästinenser, neu gewählt werden. Er trat zuletzt 1998 zusammen. Bei dem Treffen in Doha einigten sich Abbas und Maschaal auch darauf, die PLO zu reorganisieren, um die Hamas und den Islamischen Dschihad in den Dachverband der Palästinensergruppen zu integrieren.

    Der Konflikt zwischen den beiden Palästinenserorganisationen war im Jahr 2007 eskaliert. Damals übernahm die Hamas, die 2006 die Parlamentswahl gewonnen hatte, die Kontrolle über den Gazastreifen. Die von der Fatah dominierte Autonomiebehörde von Abbas kontrolliert seitdem nur noch das Westjordanland. An ihrer Spitze steht Salam Fajjad als Regierungschef. An der Spitze der Exekutive im Gazastreifen steht Ismail Hanija, der einer Versöhnung mit der Fatah skeptisch gegenübersteht.

    Die israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen sind seit September 2010 ausgesetzt. Eine Reihe von fünf "Sondierungstreffen" in Jordanien zur Erörterung einer möglichen Wiederankurbelung des Friedensprozesses endete am 25. Januar ohne greifbares Ergebnis.

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    12 Kommentare

    • Felicia  •  vor 3 Monaten
      Fatah und Hamas gehen eine große Koalition ein ?
      Die Fatah regiert im Autonomiegebiet Westjordanland und
      die Hamas im Autonomiegebiet Gaza-Streifen.
      Westjordanland und Gaza sind zwei ganz andere und relativ weit voneinander entfernte Regionen mit oftmals auch anderen Bedürfnissen. ..... Was soll das bringen ?
      • Betrachter vor 3 Monaten
        Ihre Frage ist berechtigt. Die Palästinenser sind durch die militärischen Auseinandersetzungen von und mit Israel etwas auseinander dividiert, aber doch ein Volk. Fatah und Hamas sind recht unterschiedlich in ihren Endzielsetzungen.
        Solange die Hamas aber von außen (Moslembruderschaft) beeinflußt wird, sie regiert dazu in ehemaligem ägyptischen Land, laufen die Zielsetzungen sicher nicht in die gleiche Richtung. Ich befürchte, dass Israel scheuen wird, Verträgen mit radikal islamistischen Parteien ernsthaft Glauben zu schenken.
        Sie kennen das vom Nachbarschaftsstreitereien her. Ist die Nachbarschaft gut, fühlt man sich wohl, ist sie schlecht, ist man illusionslos auf alles eingerichtet!
    • Jacqueline  •  vor 3 Monaten
      manchmal wünschte ich wirklich, ich wäre auch so fehlgeleitet wie die meisten, es ist wirklich einfacher sich mit den lügen zu arrangieren, denn dann muss man sich nicht damit auseinandersetzen.
      dsds, wikipedia, ntv, bild usw. sagen einem immer die gleichen lügen, bis alle sie glauben
    • Klaus  •  vor 3 Monaten
      Kann mir jemand, der den Daunem nach unten zeigt, sagen, was an folgender Aussage falsch ist: Israel hat 1967 das Palästinenserland rechtswidrig besetzt. Und wie es aussieht wird Israel dieses Land nicht zurückgeben, nachdem es durch die Israeliten zersiedelt wurde.
      • Yehudit Bracha vor 3 Monaten
        Klaus! Ich habe dir sogar noch zwei Daumen mehr runter gegeben!!!!
      • Betrachter vor 3 Monaten
        Klaus, wer gibt schon, wenn überhaupt, einen Daumen!? Ich weiß aber nicht, weshalb Sie eine Bestätigung für etwas suchen, wenn Sie offenbar nicht übermäßig belesen sind. Schauen Sie doch einfach einmal unter Wikipedia und anderen Quellen unter Israel, Sechstagekrieg etc. nach. Sie bekommen dort aber nicht nur geopolitische Informationen sondern werden auch über das Warum, Weshalb und Wie recht gut informiert. Auch verschiedene politische Sichtweisen aus allen Richtungen kann man analysieren.
      • Fritz der Brasilianer vor 3 Monaten
        Es ist schon sonderbar, wie wir doch alle Spielball werden, wenn wir uns nicht intensiv mit dem woher, warum, weshalb beschäftigen von welchem Geist doch die verschiedensten Systemen versklavt werden ohne sich über die Wirklichkeit die Absichten klar zu werden. Die Menschen haben Ihre Achtung vor sich selbst verloren. Jeder hat das Recht zu Leben und respektiert zu werden in Frieden und Freiheit, mit Vernunft und Gleichberechtikeit ohne Lüge ohne Hass
    • Elias  •  vor 3 Monaten
      Den palästinensischen Staat braucht in Nahost niemand. Die sogenannten Palästinenser kriegen Finanzierung von anderen muslimischen Ländern nur für KAMPF gegen Israel, das heißt kein Cent für den Staat. Frieden bedeutet für "Palästinenser" Schlüß mit Geld von reichen muslimischen Ländern. Vielleicht spendet nur Deutschland ein bisschen.
      Ägypten und Jordanien haben die Territorien 1949-1967 besetzt. Hat jemand da den Staat gegründet?
      Das sind nur Märchen für die dummen Kāfir.
      • Yahoo! Benutzer vor 3 Monaten
        Den Staat Israel hat in Nahost wirklich niemand gebraucht und dennoch wurde er ihnen regelrecht aufgeZWUNGEN! Das einzig Beruhigende ist ein Bericht der CIA, in dem es heisst, dass Israel in maximal 20 Jahren ein "gescheiterter Staat" sein wird. Bis dahin heisst es, abwarten und Tee trinken, Israels Lebensdauer läuft langsam aber sicher ab. ;-)
      • pattaya_no_1 vor 3 Monaten
        Deine Zeit läuft auch ab..dummes Geschwätz.
      • Yehudit Bracha vor 3 Monaten
        Elias und Pattaya_No_1! Ihr beide shet das völlig richtig!Danke für euren Zuspruch für Israel, das tut gut!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    • Fritz Katz  •  vor 3 Monaten
      zwei organisationen, die sich bis aufs messer bekriegt haben, wollen plötzlich mitsammen eine gemeinsame regierung bilden.?
      das soll wohl ein märchen aus 1001nacht werden...
      • Essweh83 vor 3 Monaten
        Die wollen keine Regierung sondern eine Kampfbrigade bilden, aus ihrer Sicht auch ihr gutes Recht.
      • Yehudit Bracha vor 3 Monaten
        Fritz Katz! Du traust diesem "Frieden" wohl auch nicht? Das ist alles Taktik von beiden Seiten.
    • RODOLFO  •  vor 3 Monaten
      Den Israelis schenkt Deutschland die modernsten U boote der Welt .,Warum ? die bekämpfen doch die reinen Semiten die Palestiner, Israel ist doch nur ein Mischvolk aus
      allen Herren Länder .- Warum vereitelt Israel die Bildung eines palestinieschen Staates mit welchem Recht?? . Hass gebährt Hass bei Daumen nach unten bitte antworten danke
    • carlo  •  vor 3 Monaten
      na dann können jetzt auch wieder die EU-Mittel und zusätzlich aus der BRD in grossen Mengen fliessen.
      • pattaya_no_1 vor 3 Monaten
        Wir bezahlen jetzt schon zuviel für diese hinterhältige Bande. Die Palästinenser haben hier in Deutschland mit die größte Klappe..einige treffen sich hier bei yahoo wieder und hetzen gegen den Westen. Jeder Cent ist ein Cent zuviel.
      • Jacqueline vor 3 Monaten
        die mittel sind doch überhaupt nur nötig, weil dort vom israelischen militär alles zerstört wird, sogar uran-waffen werden eingesetzt, die gegen das völkerrecht verletzen, aber sind na israelis, die dürfen alles machen, 700 kinder platt machen, egal, die müssen sich vor niemanden rechtfertigen
      • Jacqueline vor 3 Monaten
        übrigends haben die israels schon milliarden von uns bekommen und kriegen immernoch geld
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      Da habt ihr es Schwarz auf Weiss. ISRAEL WILL KEINEN FRIEDEN! Sie hätten lieber, dass sich Fatah und Hamas gegenseitig bekriegen, damit sie zuschauen und sich freuen können. Israel baut seine illegalen Siedlungen weiter, hält den anderen Teil der Bevölkerung im Gaza-Freiluftgefängnis fest, knallt alle ab, die versuchen, die Palästinenser mit Lebensmitteln zu versorgen und greifen Schiffe an, die mit Spielzeugen für die Kinder beladen sind, und kritisieren danach ANDERE, dass sie "keinen Frieden" wollen. Israel heult ja ständig rum, dass es einige Palästinenser gibt, die Israels Existenzrecht absprechen, aber könnt ihr mir EINEN EINZIGEN ISRAELI nennen, der Palästinas Existenzrecht zuspricht???
    • Essweh83  •  vor 3 Monaten
      Fatah und Hamas als palestinensische Einheitsfront zusammen - das gibt Ärger für Israel. Könnte uns hier aber eigentlich auch egal sein was die Doofen im unheiligen Land so alles treiben wenn sich nicht auch unser Geld (Israel und Palestinenserorganisationen) für ihren Krawall verbrauchen würden und mit dem sich gerade atomwaffenbesorgenden Iran nicht noch ein gefährlicher Mitspieler aufgetaucht wäre.
    • Klaus  •  vor 3 Monaten
      Was soll das? Eine Regierung für ein Land das es nicht gibt? Glauben die wirklich, die Israelis würden das von ihnen rechtswidrig besetzte Land (Palästina und Golanhöhen) zurückgeben? Eher bilden die USA und Russland ein gemeinsames Land!
    • Yehudit Bracha  •  vor 3 Monaten
      Wie soll denn das jetzt bitteschön plötzlich möglich sein dass sich die zwei verstehen oder verständigen können? Weil Abbas ein falscher Socke ist, genau wie Arafat früher, in die Kamera gelogen und hinter dem Rücken ein Messer gezückt!
    • expat  •  vor 3 Monaten
      Dieses Theater konnte ich von Anfang an verfolgen. Weder die palaest. Gruppen noch Israel sind glaubwuerdig, eher noch: gegenseitig austauschbar, weil alle total vernagelt sind.
      Was kann dort noch hilfreich sein? Doch nur ein Ahmadinnedjah mit einigen Blindgaengern?
      Wann lernen die dort mal, sich nicht immer gegenseitig zu kopieren? Es muss mal endlich jemanden geben, der Ghandifaehigkeiten besitzt. Die jetzigen Namen und Personen sind ein Siegel fuer Unfaehigkeit, auf allen Seiten.
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