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    Platzeck warnt vor Einknicken beim Atomausstieg

    Potsdam (dapd). Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat den vom Bundeskabinett beschlossenen stufenweisen Ausstieg aus der Atomenergie begrüßt. Damit zeige die Bundesregierung, "dass sie offenbar gewillt ist, Ernst zu machen mit dem Atomausstieg", sagte Platzeck am Freitag in Potsdam. Er fügte an: "Angesichts der intensiven Lobbyarbeit der Energiekonzerne in den vergangenen Tagen sehe ich aber mit Sorge, dass zumindest Teile der Regierungskoalition schon wieder anfangen zu wackeln."

    Platzeck warnte davor, dass die Bundesregierung jetzt auf dem Weg zu einem schrittweisen Atomausstieg bis spätestens 2022 einknickt. Die Kanzlerin müsse Kurs halten weg von der Atomtechnologie hin zu erneuerbaren Energien.

    Zugleich verwies Platzeck darauf, dass Deutschland ein hoch industrialisiertes Land ist. "Für die künftige Energiepolitik heißt das: Schrittweise und unumkehrbar aus der Atomenergie auszusteigen, den Ausbau der Nutzung Erneuerbarer Energiequellen konsequent voranzutreiben und konventionelle Energieträger wie die heimische Braunkohle als Brückentechnologie für den Übergang zu nutzen." Dabei müsse nach Wegen gesucht werden, die Braunkohleverstromung klimafreundlicher zu machen.

    Platzeck äußerte sich anlässlich des 10. Jahrestags der Unterzeichnung des Abkommens zwischen der damaligen rot-grünen Bundesregierung und der Atomwirtschaft über den Ausstieg aus der Kernenergie, das am 11. Juni 2001 geschlossen worden war.

    dapd

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    3 Kommentare

    • Gerda  •  vor 11 Monaten
      bin in Österreich geb. hab leider zu wenig kenntnisse über Deutschland!

      Eines liegt mir am herzen --- Atomenergie nicht bis 2022 hinauszögern, das wär ein Verbrechen

      an der gesamten Weltbevölkerung!!! Es ist ohnehin fast zu spät--- aber ein Überdenken ALLER
      VERANTWORTLICHEN könnte unsere Zukunft , wieder LEBENSWERTER sein!!! gerda
    • Megalodon  •  vor 11 Monaten
      Und jetzt meint die Ex FDJ Sekretärin Sie wäre die Königin von Deutschland und hätte den Atomausstieg erfunden.
    • SIEGFRIEDundROY ohne ROY  •  vor 11 Monaten
      Ähem: als SPD-Mann müsste Platzek sich doch eigentlich nichts sehnlicher wünschen, als dass die derzeitige CDU/FDP-Regierung irgendwann "einknickt": dann wird sie nämlich abgewählt!