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    Polizei tappt im Mordfall Bögerl weiter im Dunkeln

    Heidenheim/Stuttgart (dapd-bwb). Zwei Jahre nach dem Verschwinden der ermordeten Bankiersgattin Maria Bögerl tappt die Polizei bei der Suche nach dem Täter noch immer im Dunkeln. Auch bei der erneuten Suche in einem Wald nahe des Leichenfundorts im baden-württembergischen Heidenheim vor rund zwei Wochen hätten die Ermittler "keine eindeutig tatrelevanten Gegenstände" gefunden, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Stuttgart am Freitag der Nachrichtenagentur dapd. Die 16-köpfige Sonderkommission sei aber weiterhin "hochmotiviert".

    Börgerl war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus verschwunden. Nach einem Bericht von "stern.de" wurde die 54-Jährige wahrscheinlich noch am selben Tag ermordet. Das Internetportal des Nachrichtenmagazins beruft sich auf ein Gutachten des Rechtsmediziners, der die Leiche der Frau untersucht hat.

    Der Obduktion zufolge habe die Bankiersgattin drei bis sieben Stunden vor ihrem Tod noch Kiwi gegessen. Weil es unwahrscheinlich sei, dass sie die Frucht in der Gewalt des Entführers zu sich genommen habe, sei Bögerl vermutlich noch am Tag des Verschwindens getötet worden. Die Landespolizeidirektion äußerte sich auf dapd-Nachfrage nicht zur Frage nach dem Todeszeitpunkt.

    Drei Wochen nach einer gescheiterten Lösegeldübergabe wurde die Leiche Bögerls gefunden. Ihr Ehemann, zur Tatzeit Heidenheimer Sparkassen-Vorstand, geriet nach dem Mord zu Unrecht in Verdacht und beging im Juli 2011 Selbstmord.

    Mit Hunden, Archäologen und einem Forstexperten hatte die Polizei das Waldstück bei Heidenheim vor knapp zwei Wochen erneut durchkämmt. Die Spuren seien noch nicht vollständig ausgewertet, sagte der Sprecher der Landespolizeidirektion. Die Ermittler könnten aber nun das Bewegungsbild des Täters besser nachvollziehen.

    Auch nach zwei Jahren kämen immer noch neue Hinweise aus der Bevölkerung. Die Sonderkommission sei optimistisch, den Fall aufklären zu können - womöglich noch in diesem Jahr.

    Die Kinder des Paares Bögerl hatten jüngst schwere Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden erhoben und ihnen Fehler vorgeworfen. Beispielsweise sei die geplante Geldübergabe geplatzt, weil das Lösegeld nicht rechtzeitig beschafft und eineinhalb Stunden zu spät an der vereinbarten Stelle hinterlegt worden sei.

    Anfang des Jahres hatte die Polizei die ermittelnde Sonderkommission in Heidenheim neu strukturiert. Die Ermittlungen werden seitdem unter der Leitung der Landespolizeidirektion Stuttgart fortgeführt.

    dapd

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