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    Polnischer Minister für deutsche Führungsrolle in Krise

    Sikorski: Berlin muss "Laden auf die Spur setzen"

    Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski fordert eine Führungsrolle Deutschlands in der anhaltenden Eurokrise. "Die Bundesrepublik ist der größte Anteilseigner der EU und kassiert in guten Zeiten die größte Dividende", sagte er dem "Spiegel". Wenn die Europäische Union Probleme habe, trage Deutschland daher "die Verantwortung, den Laden wieder auf die Spur zu setzen".

    "Nichts kann ohne euch entschieden werden", sagte Sikorski in Richtung Berlin. Andererseits sei die Bundesrepublik zu "klein, um zu dominieren", und brauche Partner wie Polen.

    An der Debatte über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euroraum wollte sich Sikorski im Gespräch mit dem "Spiegel" nicht beteiligen. Polen wolle jedenfalls bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2015 die Kriterien für die Mitgliedschaft in der Eurozone erfüllen. "Wir wollen, dass die Eurozone blüht, und wir wollen Teil von ihr sein", sagte Sikorski.

    Im hochverschuldeten Griechenland will Präsident Karolos Papoulias heute nach drei gescheiterten Anläufen zur Bildung einer neuen Regierung mit den Chefs der drei wichtigsten Parteien sprechen. Sollten die Gespräche scheitern, stehen Neuwahlen bevor. Bei der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag hatten die Griechen die bisher regierenden Parteien wegen des harten Sparkurses abgestraft.

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