Wer montags tankt, spart damit mittlerweile weniger Geld als früher. Der Preisvorteil, den Autofahrer in den vergangenen Jahren am Montag an Tankstellen hatten, sei mittlerweile deutlich zusammengeschmolzen, teilte der Autofahrer-Club ADAC mit. Trotzdem gelte weiterhin, dass der Freitag an Zapfsäulen der teuerste und der Montag der günstigste Tag sei.
Der ADAC analysierte die durchschnittlichen Preise für Benzin und Diesel im ersten Quartal. Demnach kostete ein Liter Benzin freitags im Schnitt 1,596 Euro, montags waren es 1,581 Euro. Die Differenz betrug somit 1,5 Cent - während sie in den ersten drei Monaten 2011 noch vier betragen hatte. Beim Diesel schrumpfte der Preisvorteil demnach sogar von 5,3 auf 1,1 Cent.
Der ADAC hatte den Mineralölkonzernen in der Vergangenheit vorgeworfen, sie wollten mit den höheren Preise am Freitag von der größeren Kraftstoff-Nachfrage zu Beginn des Wochenendes profitieren.
Auch an den Wochenenden hätten die Mineralölkonzerne ihre Preispolitik geändert, erklärte der ADAC. Bislang waren Benzin und Diesel über das Wochenende schrittweise günstiger geworden, mittlerweile höben die Tankstellen ihre Preise zwischenzeitlich aber auch an. Der ADAC riet Autofahrern daher, die Preise regelmäßig im Blick zu behalten - denn deutliche Schwankungen seien nicht nur von Tag zu Tag, sondern auch innerhalb eines Tages möglich.
Benzin und Diesel sind unterdessen günstiger geworden. Ein Liter Super E10 kostete am Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt 1,605, wie der ADAC mitteilte. Das waren drei Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel wurde sogar 3,6 Cent günstiger und kostete 1,465 Euro je Liter.
Dieser Rückgang sei allerdings nicht ausreichend, erklärte der ADAC. Der Preis Rohöl sei in der gleichen Zeit von 119 Dollar auf 110 Dollar je Barrel (159 Liter) Öl gesunken. "Dies hätte einen weitaus stärkeren Rückgang des Benzinpreises bewirken müssen", erklärte der Autofahrer-Club.


