Der mutmaßliche Mörder der elfjährigen Lena aus Emden muss sich vom 20. August an vor dem Auricher Landgericht verantworten. Das teilte ein Gerichtssprecher mit.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem zur Tatzeit im März dieses Jahres 18-Jährigen vor, das Mädchen vergewaltigt und in einem Parkhaus in der Emder Innenstadt ermordet zu haben. Außerdem soll er einige Monate zuvor bereits versucht haben, eine Joggerin zu missbrauchen.
Der junge Mann war Ende März festgenommen worden, nachdem zunächst ein 17-Jähriger irrtümlich in den Verdacht geraten war, der Mörder von Lena zu sein. Er gestand die Tat bei der Polizei, zudem wiesen DNA-Spuren vom Tatort auf ihn hin. Welche Strafe dem Angeklagten droht, hängt auch davon ab, ob er als Heranwachsender nach Jugendstrafrecht oder nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird. Die Höchststrafe im Jugendstrafrecht liegt bei zehn Jahren, im Erwachsenenstrafrecht ist als Strafe für Mord lebenslange Haft vorgesehen.


