Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat ein Pkw-Mautsystem nach österreichischem Vorbild prüfen lassen. Er habe verschiedene Szenarien zu der Abgabe durchrechnen lassen, "von denen sich eines am Beispiel Österreich orientiert", sagte Ramsauer der "Bild"-Zeitung. In dem Alpenstaat koste eine Jahresvignette 76,50 Euro.
"Autofahrer aus dem Ausland sollen hierzulande einen Beitrag leisten, wenn sie unsere Autobahnen nutzen", verteidigte der Minister den Vorschlag eines Vignetten-Systems. Für Deutsche sei das im Ausland "seit Jahren gang und gäbe". Bei einem deutschen Mautsystem sollten im Gegenzug die deutschen Autofahrer finanziell entlastet werden, wie stehe aber noch nicht fest.
Bei der FDP stieß der Vorschlag auf Kritik. Der von Ramsauer "in der Koalition unabgestimmte Pkw-Maut Aktionismus" diene kaum einer sachgerechten Debatte und Lösung, sagte der Verkehrsexperte der FDP-Fraktion, Oliver Luksic, der "Saarbrücker Zeitung". Die Frage nach der Entlastung der deutschen Autofahrer lasse der Minister erneut unbeantwortet. Wenn Ramsauer die Maut unbedingt wolle, "soll er endlich ein ausgearbeitetes Konzept vorlegen und nicht einen unausgegorenen Vorstoß nach dem anderen unternehmen", sagte der FDP-Mann.


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