Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von 18 weiteren spanischen Banken herabgestuft. Das Potenzial für die Kreditbestände einiger Banken könne sich weiter verschlechtern, begründete die Ratingagentur die Entscheidung. Dies gelte vor allem für Banken, die viele Kredite an den Bausektor vergeben hätten, oder die über keine solide Basis verfügten.
Unter den 18 betroffenen Banken ist das drittgrößte Finanzinstitut CaixaBank, dessen Bonität um zwei Stufen auf BBB gesenkt wurde, sowie die viertgrößte Bank Banco Popular, die um ein Grad auf BBB- herabgestuft wurde. Bankia, die mit 23,5 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln gestützt werden soll, wurde ebenfalls um eine Note auf BBB herabgestuft.
Erst am Montag hatte Fitch die Kreditwürdigkeit der beiden größten spanischen Banken, Santander und BBVA, herabgestuft. Am Donnerstag hatte Fitch die langfristige Bonität spanischer Staatsanleihen um drei Stufen von A auf BBB herabgesenkt.
Die Regierung in Madrid hatte am Samstag nach wochenlangem Zögern um europäische Hilfen für ihren kriselnden Bankensektor gebeten. Die Euro-Zone will mit bis zu 100 Milliarden Euro helfen. Die Geschäftslage der spanischen Geldhäuser wird international misstrauisch beäugt. Insgesamt stehen in ihren Bilanzen Immobilien im Nominalwert von 184 Milliarden Euro, deren Marktwert nach dem Platzen der Immobilienblase 2008 als ungewiss gilt.


