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    Drei Festnahmen nach Razzia in rechter Szene in NRW

    Wohnungen und Büros in mehreren Städten durchsucht

    Die Polizei ist mit einer groß angelegten Razzia gegen die rechte Szene in Nordrhein-Westfalen vorgegangen. Rund hundert Beamte durchsuchten etwa 20 Wohnungen und Büros in Radevormwald, Düsseldorf, Wuppertal und Essen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mitteilten. Dabei wurden drei junge Männer festgenommen.

    Die Haftbefehle richteten sich den Angaben zufolge gegen führende Köpfe des rechtsextremen "Freundeskreises Rade", denen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird. Bei den Festgenommenen handelte es sich nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft um zwei 18-Jährige und einen 20-Jährigen. Durchsucht wurde auch das Fraktionsbüro der Partei "Pro NRW" in Radevormwald. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte aber, die Ermittlungen richteten sich nicht gegen "Pro NRW". Es gebe eine Verbindung durch einen Beschuldigten.

    Es wird demnach insgesamt gegen 18 Beschuldigte ermittelt. In annähernd 30 Einzelverfahren sei deutlich geworden, dass sich der "Freundeskreis Rade" zusammengeschlossen habe, "um in wechselnder Beteiligung rechtsextremes Gedankengut umzusetzen". Es bestehe darüber hinaus der Verdacht, dass im Rahmen dieses Zusammenschlusses "erhebliche Straftaten" begangen worden seien.

    Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) wertete die Razzia als Zeichen dafür, "dass wir konsequent gegen den braunen Sumpf vorgehen." Der Ermittlungsdruck auf die Neonazis sei deutlich erhöht worden. Kriminelle Aktivitäten rechtextremistischer Straftäter würden entschlossen geahndet. Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers erklärte, der Einsatz mache deutlich, "dass wir die Bedrohung von Rechts sehr ernst nehmen."

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