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    Riester-Verträge sollen leichter verständlich werden

    Offenbar Reaktion auf Kritik an Altersvorsorge-Modell

    Verbraucher sollen sich künftig deutlich einfacher über die Konditionen von Riester-Rentenversicherungen informieren können als bisher. Die Bundesregierung will Versicherungsanbietern in Zukunft vorschreiben, Kunden in allen Riester-Verträgen an zentraler Stelle einen Überblick über die wichtigsten Eckpunkte und Kennzahlen zu geben, wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen entsprechenden Gesetzentwurf berichtet. Dieser Riester-Check solle bei allen Versicherern einheitlich aussehen und die wichtigsten Kriterien der Altersvorsorge auflisten.

    Durch die Riester-Checks sollen Verbraucher demnach leichter zwischen den Angeboten unterschiedlicher Versicherungen vergleichen können. Wichtige Eckpunkte könnten anfallende Kosten, Rendite-Erwartungen und das Anlagerisiko sein. Das Risiko, auf das sich Sparer mit Verträgen einließen, solle auf Skalen vermerkt werden. Die Angaben der Riester-Checks sollen demnach entweder von unabhängiger Stelle berechnet oder zumindest kontrolliert werden. Dadurch solle gewährleistet werden, dass Versicherer Angaben zu ihren Verträgen nicht durch Zuhilfenahme der von Fall zu Fall günstigsten Annahmen aufpolierten.

    Die Bundesregierung wolle das Vorhaben am Mittwoch kommender Woche beschließen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Bund reagiert damit womöglich auf Kritik an der Riester-Rente in den vergangenen Wochen und Monaten. Erst am Dienstag hatte die Zeitschrift "Finanztest" berichtet, dass sich von den zahlreichen Riester-Versicherungen nur wenige für eine gute private Altersvorsorge eignen. Bei einem Vergleich erhielten nur fünf von 29 untersuchten Versicherungsangeboten die Note "gut".

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