Washington (dapd). Nach Bekanntwerden mutmaßlicher High-School-Eskapaden im Umgang mit homosexuellen Mitschülern ist der voraussichtliche republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney um Schadensbegrenzung bemüht. Die Zeitung "Washington Post" berichtete am Donnerstag, Romney und etliche seiner Mitschüler hätten einem Klassenkameraden aufgelauert, ihn niedergedrückt und ihm seine Haare abgeschnitten. Das Opfer sei "wegen seiner Andersartigkeit und mutmaßlichen Homosexualität ständig gemobbt" worden, hieß es. Außerdem soll es bei einem anderen schwulen Jungen zu einem weiteren Fall von Mobbing gekommen sein.
In einem eilig arrangierten Radiointerview mit dem Sender "Fox News" erklärte Romney daraufhin: "Ich habe mich in der Schule an einer Menge von Albereien und Streichen beteiligt und einiges davon ging vielleicht zu weit. Dafür entschuldige ich mich." An den Vorfall von damals könne er sich nicht erinnern, sagte Romney.
Barack Obama hatte sich am Montag als erster US-Präsident für eine Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen ausgesprochen.
© 2012 AP. All rights reserved


