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    Ruandische Oppositionsführerin wegen Hochverrats verurteilt

    Kigali (dapd). Die ruandische Oppositionsführerin Victoire Ingabire ist am Dienstag wegen Hochverrats zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft sah es als erwiesen an, dass Ingabire versucht habe, eine bewaffnete Gruppe aufzubauen. Sie habe im Kontakt mit der Rebellenorganisation FDLR im benachbarten Kongo gestanden. Vom Vorwurf der Begünstigung ethnischer Spannungen im Zusammenhang mit dem ruandischen Völkermord von 1994 sprach das Gericht Ingabire frei.

    Ingabires Anwalt Iain Edwards sagte, seine Mandantin werde gegen das Urteil in Berufung gehen. Die Politikerin war 2010 aus 16-jährigem Exil in den Niederlanden nach Ruanda zurückgekehrt, um an der Spitze der Oppositionspartei Forces Démocratiques Unifiées (FDU) gegen Präsident Paul Kagame anzutreten, wurde aber nicht zur Wahl zugelassen. Menschenrechtsaktivisten beschuldigen die ruandische Regierung, die Opposition kleinhalten zu wollen.

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