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    Putin kehrt für dritte Amtszeit in den Kreml zurück

    Medwedew soll wie erwartet Regierungschef werden

    Mit großem Pomp hat der neue russische Präsident Wladimir Putin seine Rückkehr in den Kreml gefeiert. Kurz nach seiner Vereidigung schlug Putin wie erwartet den bisherigen Staatschef Dmitri Medwedew für das bisher von ihm ausgeführte Amt des Regierungschefs vor. Am Rande der Amtseinführung nahm die Polizei nahe des Kreml 120 Oppositionsanhänger fest, die gegen den umstrittenen Ämtertausch protestieren wollten.

    In einer wohl inszenierten Zeremonie, die von insgesamt sechs russischen Fernsehsendern zeitgleich übertragen wurde, trat Putin seine dritte Amtszeit an. Im prunkvollen Kremlpalast schritt er einen endlos langen roten Teppich entlang, bevor er auf die Verfassung des Landes schwor. Unter den 3000 Gästen waren neben russischen Politikern und Würdenträgern Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi, die mit Putin befreundet sind.

    Putin stimmte das Volk in einer kurzen Ansprache darauf ein, dass "die kommenden Jahre entscheidend für das Schicksal Russlands" seien. Er kündigte eine "neue Etappe" während seiner Amtszeit an, die nach einer Verfassungsänderung nun sechs Jahre beträgt. Putin hatte das Präsidentenamt bereits von 2000 bis 2008 inne, durfte aber nach zwei Amtszeiten nicht ein drittes Mal in Folge kandidieren.

    Nach seiner Rede schritt der Präsident umjubelt von seinen Gästen aus dem Saal und schüttelte unzählige Hände. Im Hof des Kremlpalastes angekommen umarmte er seine Frau Ljudmila, die selten an seiner Seite in der Öffentlichkeit auftritt, und nahm auch die bisherige First Lady, Swetlana Medwedewa, und die Witwe von Ex-Präsident Boris Jelzin, Naina, in den Arm. Bei einem Empfang sollte es später zu Stör und geräuchertem Dorsch etwa 5000 Flaschen Schampanskoje geben.

    Als Präsident ist Putin nun auch wieder Oberbefehlshaber der Streitkräfte. In dieser Funktion kann er den Startbefehl zum Abschuss von Atomraketen geben, was über den sogenannten Atomkoffer möglich ist. Diesen bekam Putin kurz nach seiner Vereidigung ausgehändigt. Über so einen Koffer verfügen neben ihm noch der Verteidigungsminister sowie der Generalstabschef. Für einen Atomangriff muss von allen drei Koffern ein Signal an die Kommandozentrale gehen.

    Gegen den Ämtertausch gibt es seit Monaten regelmäßig Massendemonstrationen in Russland. Am Rande der Amtseinführung Putins nahm die Polizei unweit des Kreml 120 Demonstranten fest. Die Oppositionsanhänger hätten versucht, "ohne Genehmigung" gegen die Vereidigung zu protestieren, teilte die Polizei mit.

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