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    Russland muss bemannte Flüge zur ISS verschieben

    Risse an Sojus-Kapsel bei Tests entdeckt

    Die Pannenserie in der russischen Raumfahrt reißt nicht ab: Die Raumfahrtbehörde Roskosmos müsse wegen Rissen an einer Sojus-Kapsel die nächsten bemannten Flüge zur Internationalen Raumstation ISS verschieben, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Raumfahrtkreise. An der Wand der Kapsel vom Typ TMA-04M seien bei Tests Risse entdeckt worden. Die für März und Mai vorgesehenen Starts zur ISS müssten deshalb verschoben werden.

    Russland hat derzeit eine entscheidende Stellung in der Raumfahrt, weil es nach der Einstellung des US-Shuttleprogramms Ende Juli als einziges Land über Raketen für bemannte Flüge zur ISS verfügt. Allerdings erlebte das russische Raumfahrtprogramm schon 2011 mit insgesamt fünf gescheiterten Missionen ein schwarzes Jahr. Im August war eine Sojus-Rakete mitsamt einer Progress-Versorgungsraumfähre kurz nach dem Start abgestürzt. Daraufhin kam der Shuttle-Betrieb zur ISS für rund drei Monate zum Erliegen.

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