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    Russlands Präsident Putin sagt Teilnahme an G8-Gipfel ab

    Treffen mit Obama nun erst im Juni bei G-20-Gipfel

    Russlands neuer Präsident Wladimir Putin hat seine Teilnahme am G-8-Gipfel abgesagt. Putin habe US-Präsident Barack Obama in einem Telefonat darüber informiert, dass er nächste Woche nicht an dem Treffen der acht großen Industriestaaten in Camp David teilnehme, weil bis dahin die Regierungsbildung vermutlich nicht beendet sei, teilte der Kreml mit. Stattdessen soll Ministerpräsident Dmitri Medwedew in die USA reisen.

    Der Kreml bestätigte damit eine Erklärung des Weißen Hauses. Statt kommende Woche auf dem Landsitz des US-Präsidenten in Camp David im US-Bundesstaat Maryland werden Putin und Obama demnach erst am 18. und 19. Juni am Rande des Gipfels der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) in Mexiko zusammenkommen. Obama habe für die Entscheidung des Kremlchefs "Verständnis" geäußert, hieß es übereinstimmend vom Weißen Haus und dem Kreml.

    Putin war am Montag nach einem vierjährigen Intermezzo als Regierungschef für eine dritte Amtszeit als Präsident vereidigt worden. Einen Tag später wählte das russische Parlament seinen Vorgänger Medwedew zum Ministerpräsidenten. Das Verhältnis zwischen Moskau und Washington ist seit längerem angespannt. Während der Proteste gegen die umstrittene Parlamentswahl im Winter hatte Putin den USA vorgeworfen, die Opposition zu unterstützen.

    Die US-Regierung ihrerseits äußerte sich immer wieder besorgt über den Umgang mit Kreml-Kritikern. Am Dienstag zeigte sie sich "beunruhigt" über die Festnahme von Oppositionellen, die gegen die Amtseinführung Putins protestiert hatten. Die Opposition hatte bei der Präsidentschaftswahl am 4. März, die Putin mit großer Mehrheit für sich entschied, zahlreiche Unregelmäßigkeiten bemängelt.

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