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    Letzter Rettungsversuch für Saab gescheitert

    Gericht lehnt Gläubigerschutz für Unternehmen ab

    Meistgelesene Artikel - Wirtschaft

    Der letzte Rettungsversuch für die schwedische Traditionsmarke Saab ist gescheitert: Das zuständige Gericht im schwedischen Vänersborg teilte mit, es lehne den vom Saab-Eigentümer Swedish Automobile beantragten Gläubigerschutz ab. Das Schicksal des verschuldeten Unternehmens liegt jetzt in den Händen der Gläubiger, die die Firma für bankrott erklären können.

    Das Gericht erklärte, es gebe "nicht genug Grund zu der Annahme, dass die Restrukturierung des Unternehmens funktionieren würde". Saab sei nicht in der Lage, seine Schulden zu bezahlen. Swedish Automobile hatte am Mittwoch bei dem Gericht Gläubigerschutz beantragt, um Saab durch einen freiwilligen Restrukturierungsprozess noch retten zu können. Bis zum 29. September kann die Firma Widerspruch gegen die Gerichtsentscheidung einlegen.

    Die einflussreichste Gewerkschaft bei Saab, die IF Metall, bedauerte die Gerichtsentscheidung. Wenn Saab keine andere Lösung finde oder nicht selbst Konkurs anmelde, "könnten wir gezwungen sein, dies in den nächsten Tagen zu tun", erklärte Gewerkschaftschef Stefan Löfven.

    Die Bänder des einzigen Saab-Werkes im südwestschwedischen Trollhättan stehen seit April meist still, weil die Zulieferer wegen unbezahlter Rechnungen keine Teile mehr liefern. Seit Juni erhielten einige der 3700 Beschäftigten ihren Lohn nur mit Verzögerung, die Löhne für August stehen noch aus.

    Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker - heute Swedish Automobile - hatte Saab Anfang 2010 für 400 Millionen Euro vom US-Konzern General Motors (GM) übernommen und damit vor dem Bankrott bewahrt. Er konnte das Steuer aber nicht mehr herumreißen. Derzeit wartet Saab auf Kapitalspritzen chinesischer Partner. Nach Angaben des Chefs von Swedish Automobile, Victor Muller, steht Saab bei seinen Zulieferern mit rund 150 Millionen Euro in der Kreide.

    Saab stand schon einmal vor zweieinhalb Jahren unter Gläubigerschutz. Damals waren dem Unternehmen 75 Prozent seiner Schulden erlassen worden. Analysten zufolge waren die Umstände damals jedoch ganz anders. Im Februar 2009 konnte Saab auf den Verkaufsstart mehrerer neuer Modelle setzen, musste seine Produktion nicht aussetzen und konnte zudem auf die Freigebigkeit des damaligen Eigentümers GM setzen.

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    14 Kommentare

    • Nr drei Gerda  •  vor 8 Monaten
      drecksschlampe erika wirds schon geld hinschicken. Mein gitt, was geht mir diede @#$% auf den sack
    • Mathias  •  vor 8 Monaten
      Gut das Saab weg ist. War eine absolut haessliche Schrott Karre. Passt genau in das miese Chinesen Program.
    • Dr. Herbert  •  vor 8 Monaten
      Meinen Traum - den 900 turbo - den hab ich mir vor etlichen Jahren mal geleistet. Ein richtig schönes Auto, das nicht so ausgesehen hat wie die aerodynamischen Frikadellen heute. Schade Schade!
    • Manfred S.  •  vor 8 Monaten
      GM hat sicher gut vorgearbeitet.

      Man muss aber auch sehen, dass der schwedische Staat die Rettung eines Kulturguts versagt hat, noch bevor Spyker Saab übernahm. Was den schwedischen Staat dazu bewegt, Saab und sicher auch mehrere Zulieferer sowie Vertretungen in aller Welt gnadenlos in den Konkurs fahren zu lassen, erschließt sich mir nicht. Das ist eine Leistung, die nun der ganzen Welt Schaden zufügt.

      Der neue 9-5er ist ein richtig starkes Auto, aber dieses Gerede um eine drohende Insolvenz hat viele potentielle Kunden vom Kauf abgehalten. Auch das 9-3er Cabrio hatte gutes Potential.

      Nun wird Schweden um eine Identität ärmer. Schade und völlig unnötig.
    • dwgaf  •  vor 8 Monaten
      Saab wird für China ein willkommener Brückenkopf nach Europa.
      Von wegen "Beteiligung" eines chinesischen Inverstors.
      Ist die Firmenleitung so naiv oder meint sie, alle und jeden für dumm verkaufen zu können?
      Wer glaubt denn wirklich, dass dann noch Saab-Autos vom Band laufen werden?
    • Jörgi  •  vor 8 Monaten
      Und wieder Abfluss immensem Know-How nach China. Katastrophe fuer die Deutsche Autoindustrie.
    • Hans  •  vor 8 Monaten
      War eine alte Karre und nicht mehr viel mit los.
    • PromeTheus  •  vor 8 Monaten
      Und so fallen sie nun, einer nach dem anderen, die einstigen Riesen des Kapitals, die wenig bis nicht zu geben hatten und gern und viel bis alles genommen haben. Wer die Ware wahre Unwerte aus dem Nichts zaubert, kann nicht erwarten, daß er von Nichts etwas zurück erhält! Es werden in Bälde wahre Giganten fallen - und wir werden jeden einzelnen Aufschlag sehr laut hören und die Schockwellen in jeder Faser unseres Körpers spüren.
    • Geheim  •  vor 8 Monaten
      Endlich ist Saab pleite ! Da wird mir gleich ganz warm ums Herz !
    • buck  •  vor 8 Monaten
      R.I.P. Saab Mehr kann man eigentlich net sagen. War ne schöne Zeit mit dir. Hast so manche Strasse mit deinen Wagen verschönt.
    • Richard S  •  vor 8 Monaten
      Na da können die Chinesen wieder einen großen Europäischen Namen fürn appel und n ei übernehmen!!! GM machts möglich
    • Rola  •  vor 8 Monaten
      Saab konnte die Zulieferer nicht bezahlen, da stellt sich die Frage haben die Autos verschenkt oder alle auf Halde produziert oder haben sie das Geld einfach eingesteckt
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 8 Monaten
      Da die Fabrik verkauft wurde hat nur noch der Name Saab eine Bedeutung - vielleicht fuer ein OEM der ein Oberklasseimage braucht... Wenn nicht, dann ist entgueltig Feierabend, es sei denn irgend so ein anderer Neureicher hat wieder zuviel Geld das verbrannt werden muss;)
    • Sergej  •  vor 8 Monaten
      Noch eine Legende ist nun zu Ende..

      Mit tatkräftiger Hilfe eines US-Mutterkonzerns, versteht sich.