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    Santos bestätigt Friedensgespräche mit FARC in Oslo

    Kolumbiens Präsident: Weiter Einsatz gegen Rebellen

    Die Friedensgespräche zwischen Kolumbien und der linken FARC-Guerilla beginnen in der ersten Oktoberhälfte in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Wie Kolumbiens konservativer Präsident Juan Manuel Santos in einer Rede an die Nation mitteilte, werden sie später in Havanna fortgesetzt. Die FARC-Rebellen bestätigten von Havanna aus die Aufnahme des Friedensprozesses, US-Präsident Barack Obama zeigte sich erfreut.

    Die Verhandlungen würden "Monate, nicht Jahre" dauern, versicherte Santos. Eine Unterbrechung des Militäreinsatzes gegen die Rebellen während der Verhandlungen schloss der Staatschef erneut aus. Erste "Sondierungsgespräche" mit FARC-Vertretern habe es über einen Zeitraum von sechs Monaten in Havanna gegeben, sagte Santos. Wenn die Guerilla die anstehende Phase ebenso "ernsthaft" angehe, wie sie sich bislang verhalten habe, seien die "Aussichten gut".

    Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) verbreiteten in Havanna eine Aufnahme ihres Kommandeurs Rodrigo Londoño alias Timochenko, in der er das Ende des Sondierungsprozesses und den Beginn der eigentlichen Friedensgespräche bestätigte. Er hoffe, dass die Regierung nicht die Fehler der Vergangenheit wiederhole, erklärte Londoño mit Blick auf vorherige gescheiterte Initiativen. Für Donnerstag kündigte die Guerilla eine Pressekonferenz an.

    Obama erklärte, die Regierung Santos habe "großes Engagement bei der Suche nach einem dauerhaften Frieden und einem besseren Leben für alle Kolumbianer gezeigt". Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Störe erklärte die Bereitschaft seines Landes, bei einer Friedenslösung behilflich zu sein. Norwegen habe bereits zu den "Geheimgesprächen" der vergangenen Monate in Havanna beigetragen.

    Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton begrüßte die Initiative als "einzigartige Möglichkeit", den jahrzehntelangen Konflikt zu beenden. Sie rief die FARC auf, ihre Ernsthaftigkeit durch die Einstellung der Angriffe unter Beweis zu stellen. Diese Chance dürfe nicht vertan werden, mahnte Ashton. Venezuelas Präsident Hugo Chávez äußerte seine Bereitschaft, Kolumbien bei "seinen Bemühungen, zum Frieden zu gelangen" zu unterstützen.

    Die 1964 gegründeten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sind die älteste noch aktive Guerilla Lateinamerikas. Die FARC soll noch über 9200 Kämpferinnen und Kämpfer verfügen. Zuletzt gab es von 1998 bis 2002 Friedensgespräche zwischen der Regierung des damaligen konservativen Präsidenten Andrés Pastrana und den Rebellen. Die Guerilla warf der Regierung damals vor, nicht entschieden genug gegen rechte Paramilitärs und Todesschwadronen vorzugehen. Der Friedensprozess scheiterte.

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