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    Schäuble bereit zur Übernahme der Eurogruppe

    Berlin (dapd). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich grundsätzlich bereit erklärt, den Vorsitz der Eurogruppe zu übernehmen. "Als deutscher Finanzminister muss ich mich so oder so stark engagieren", sagte er der "Welt am Sonntag". "Deswegen sage ich auch nicht, dass ich unter keinen Umständen den Vorsitz übernehmen kann, wie es andere getan haben."

    Und er nehme auch nicht wahr, dass ihn die anderen Finanzminister ablehnten. "Das ist ja auch nicht schlecht", sagte der CDU-Politiker. Er habe ein großes Interesse daran, dass die Eurogruppe ihre Aufgabe weiterhin so gut erfülle, wie sie es unter dem Vorsitz des luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker bisher schon getan habe.

    Dagegen wird der deutsche Chef des Europäischen Rettungsfonds (EFSF), Klaus Regling, seinen Posten in absehbarer Zeit verlieren. Hintergrund sei die Berufung von Schäuble zum Euro-Gruppenchef als Nachfolger Junckers, berichtete die "Bild"-Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf EU-Kreise.

    Die Bundesregierung habe sich für die Unterstützung Schäubles entschieden und sei sich bewusst, dass aus nationalem Proporz ein Deutscher an der Spitze von EFSF und später ESM dann nicht mehr möglich sei. Den genauen Zeitpunkt des Wechsels wolle Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem neuen französischen Staatspräsidenten Francois Hollande abschließend besprechen, wenn Hollande am Dienstag nach Berlin zu einem ersten Besuch kommt.

    dapd

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