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    Schäuble kritisiert Moody's Entscheidung zu Bonität

    Minister: Zinsen für Deutschland dürften nicht steigen

    Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Entscheidung der Ratingagentur Moody's, den Ausblick für die Bonität Deutschlands von stabil auf negativ zu senken, als "falsch" bezeichnet. "Natürlich sorgt die Krise in der Euro-Zone für Risiken", sagte Schäuble der Zeitung "Welt am Sonntag". Jedoch profitiere kein Land so sehr von der Gemeinschaftswährung wie Deutschland, fügte er hinzu. Moody's hatte seine Entscheidung unter anderem mit den Risiken der Eurokrise begründet.

    Trotz der Entscheidung der Ratingagentur rechnet Schäuble zudem nicht mit steigenden Zinsen für Deutschland. "Da bin ich schon vor Urlaubsantritt entspannt", sagte er der Zeitung. "Im Übrigen nehmen die Finanzmärkte die Ratingagenturen gar nicht mehr so wichtig, wie man in den letzten Tagen beobachten konnte." Solange Deutschland ein so niedriges Zinsniveau habe, sei es für ihn als Haushaltsminister gut, weil es die Ausgaben senke. "Auf der anderen Seite ist es für den Finanzminister aber auch ein Zeichen, dass die Märkte nicht in Ordnung sind", sagte Schäuble.

    Moody's hatte am Montag für die Bonität Deutschlands, der Niederlande und Luxemburgs den Ausblick von stabil auf negativ gesenkt. Die drei Länder, die alle derzeit die Top-Bewertung bei der Kreditwürdigkeit haben, gerieten wegen der "wachsenden Unsicherheit" in der Eurozone ebenfalls in Gefahr, warnte Moody's.

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