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    Schatten auf Düsseldorfer Bundesliga-Rückkehr

    Düsseldorf (dapd). Fortuna Düsseldorf kehrt nach 15 Jahren Abstinenz in die Fußball-Bundesliga zurück - doch die Freude über den Aufstieg wird getrübt von einem Platzsturm und mehrere Spielunterbrechungen wegen gezündeter Pyrotechnik. Dem Team von Trainer Norbert Meier reichte am Dienstagabend ein 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen Hertha BSC. Das Hinspiel hatten die Rheinländer mit 2:1 gewonnen. Hertha BSC steht dagegen nach dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte vor den Scherben einer ganzen Saison.

    Maximilian Beister (1.) und Ranisav Jovanovic (59.) trafen vor 51.000 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer Arena für die Rheinländer, für Berlin glichen Änis Ben-Hatira (22.) und Raffael (85.) aus.

    "Das war das packendste Finale, dass ich je gesehen habe. Das war so nervenaufreibend, ich bin froh, dass es vorbei ist", sagte Kapitän Andreas Lambertz nach dem Spiel der ARD und fügte hinzu: "Heute wird nur noch gefeiert." Mannschaftskollege Jens Langeneke schränkte aber ein: "Natürlich freut man sich, aber schon reserviert, denn wir haben uns das am Schluss schon anders vorgestellt."

    Düsseldorf war 1996/97 aus der Bundesliga abgestiegen und zwischenzeitlich bis in die vierte Liga abgestürzt. Nun müssen die Berliner nach nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Für Coach Otto Rehhagel schloss sich im hohen Alter von 73 Jahren in Düsseldorf der Kreis. Mit der Fortuna holte der frühere Meistertrainer 1980 seinen ersten Titel (DFB-Pokal). In Düsseldorf erlebte er aber auch seine schwärzeste Stunde als Trainer, als er am 29. April 1978 mit Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach 0:12 verlor und entlassen wurde. Nun folgte der nächste Tiefschlag.

    Rehhagel hatte in seinem letzten Spiel als Trainer für einige Überraschungen gesorgt. Als eine von drei Änderungen spielte plötzlich Kapitän Andre Mijatovic, der monatelang nicht zum Einsatz gekommen war. Tunay Torun und Andreas Ottl hatte der frühere Meistertrainer erst gar nicht mit nach Düsseldorf genommen. Doch es hätte kaum schlimmer beginnen können. Nach nur 25 Sekunden traf Beister zur Düsseldorfer Führung. Es war quasi das Abschiedsgeschenk des Youngsters, der zum Hamburger SV zurückkehrt.

    Rehhagels einstiger Schüler Norbert Meier hatte dagegen der siegreichen Elf von Berlin vertraut. Damit saß auch Sascha Rösler im letzten Spiel seiner Karriere auf der Bank. Meier legte wie im Hinspiel Wert auf eine kompakte Defensive und überließ den Berlinern die Spielgestaltung. Die kamen nach dem frühen Schock durch Nikita Rukavytsya zu ihrer ersten Torchance (7.). Sechs Minuten später wurde es im Fortuna-Strafraum richtig brenzlig, als mehrere Berliner nach einer Ecke von Raffael den Ball aus kurzer Entfernung nicht über die Linie brachten. Mitte der ersten Halbzeit war es dann aber doch passiert. Nach Freistoß von Ronny traf Ben-Hatira per Kopf zum Ausgleich.

    Eben jener Ben-Hatira verlor dann in der zweiten Hälfte die Nerven und sah nach einem brutalen Einsteigen gegen Adam Bodzek in der 54. Minute die Gelb-Rote Karte. Fünf Minuten später brachte der zur Pause eingewechselte Jovanovic per Kopf die Fortunen in Führung. Doch der Jubel wurde getrübt, weil Fans beider Lager zahlreiche Feuerwerkskörper und Bengalische Feuer zündeten und auf das Spielfeld warfen. Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) unterbrach das Spiel für rund vier Minuten und drohte mit Abbruch.

    Fünf Minuten vor Ende der Partie gelang den Berlinern durch den Brasilianer Raffael noch der Ausgleich. Abermals musste die Partie mehrere Minuten lang unterbrochen werden. Ein massives Polizeiaufgebot zog vor dem Hertha-Block auf, doch zwei Minuten vor Schluss stürmten hunderte Fans den Platz und sorgten erneut für eine mehrminütige Unterbrechung.

    dapd

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