Kiel (dapd). Rund 2,24 Millionen Schleswig-Holsteiner sind heute zur Landtagswahl im nördlichsten Bundesland aufgerufen. Laut jüngsten Umfragen deutet sich ein Regierungswechsel an. CDU und SPD liegen nach Angaben der Demoskopen in etwa gleichauf bei 31 bis 32 Prozent. Für Rot-Grün wird es aber vermutlich ebenso wenig reichen wie für eine Neuauflage des seit 2009 regierenden Bündnisses von CDU und FDP.
Sicher ist, dass Schleswig-Holstein einen neuen Ministerpräsidenten bekommen wird. Regierungschef Peter Harry Carstensen (CDU) tritt nicht mehr an. Größte Chancen auf seine Nachfolge darf sich SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig ausrechnen. Er setzt auf Rot-Grün, notfalls in Verbindung mit dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW). CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager fehlt eine realistische Machtoption. Möglich erscheint aus CDU-Sicht lediglich eine große Koalition oder ein schwarz-grün-gelbes "Jamaika"-Bündnis.
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