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    Schon mehr als 540 Tote durch eisige Kälte in Europa

    Deutschland schaltet Reserve-Kraftwerke ein

    Durch die eisige Kälte in Europa sind bereits mehr als 540 Menschen gestorben. Auch am Donnerstag machten teilweise heftige Schneefälle, eisige Stürme und Temperaturen tief unter dem Gefrierpunkt den Menschen zu schaffen. Quer durch Europa froren wichtige Wasserstraßen zu, beispielsweise kam auf der Donau der Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen.

    In Deutschland mussten die Betreiber der Stromnetze nach eigenen Angaben zum zweiten Mal in diesem Winter Reserve-Kraftwerke einschalten, um das Netz stabil zu halten. Wegen der Kälte seien ein Block des Kohlekraftwerks in Mannheim sowie zwei österreichische Kraftwerke auf Bitten der vier großen deutschen Übertragungsnetz-Betreiber am Mittwoch angeworfen worden, erklärte das Landesumweltministerium von Baden-Württemberg. Das Kraftwerk in Mannheim lief demnach auch am Donnerstag. Der Eingriff erfolgte den Angaben zufolge nicht wegen Stromknappheit, sondern vorsorglich.

    Einem Bericht der Tageszeitung "Welt" zufolge wird in Süddeutschland das Erdgas knapp. Vielerorts würden bereits Industriekunden aufgefordert, ihre Kessel abzustellen oder auf einen anderen Brennstoff umzustellen, berichtet die Zeitung. In einigen Gemeinden seien auch Bürger aufgefordert worden, ihre Heizungen zu drosseln.

    Grund sei möglicherweise der wegen der Kältewelle erhöhte Bedarf an Gas in Russland. Am bayerischen Übergangspunkt Waidhaus kämen derzeit 25 bis 30 Prozent weniger Erdgas über Österreich an, sagte ein Sprecher des Pipeline-Betreibers Open Grid Europe der Zeitung. Zudem sei die Nachfrage hoch, und die Erdgasspeicher befänden sich vor allem in Norddeutschland. Das Problem seien vor allem überlastete Pipeline-Kapazitäten zwischen Nord- und Süddeutschland.

    Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP sind bei der nun schon seit gut zehn Tagen anhaltenden Kältewelle in ganz Europa mehr als 540 Menschen gestorben. Die ukrainischen Behörden geben seit Dienstag keine neuen Zahlen mehr heraus, bis dahin wurden 135 Kältetote gezählt. Polen meldete bis Donnerstag 77 Kältetote, mehr als 50 weitere Menschen starben wegen defekter Öfen an Kohlenmonoxidvergiftung oder verbrannten. In Rumänien starben 44 Menschen, in Bulgarien waren es 29.

    In isolierten Dörfern in Serbien, Kroatien, Bosnien, Mazedonien und Montenegro waren immer noch mehr als 70.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. In der bosnischen Stadt Mostar waren rund 15.000 Haushalte am dritten Tag in Folge ohne Strom.

    Wegen der ungewöhnlich hohen Zahl von Knochenbrüchen war im kroatischen Split der gesamte Gipsvorrat von zwei Jahren binnen fünf Tagen aufgebraucht. Bürgermeister Zeljko Kerum machte die hohe Mehrwertsteuer für die vielen Unfälle verantwortlich: Sie habe die Preise für Winterstiefel in solche Höhen getrieben, dass die Leute sie sich nicht mehr leisten könnten.

    Die Schifffahrt auf der 2860 Kilometer langen Donau, die durch zehn Länder fließt, war von Österreich bis zum Schwarzen Meer vollständig oder teilweise blockiert. In Serbien beispielsweise wurde der Schiffverkehr auf der gesamten Flusslänge gestoppt. Auch die Straße von Kertsch, eine Meerenge zwischen dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer, war komplett vereist. Dort hingen nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums 126 Schiffe fest, darunter 120 ausländische.

    Bulgarien kündigte seinerseits an, wegen der Kälte ab Freitag keinen Strom mehr zu exportieren. Betroffen davon sind Serbien, Griechenland, Mazedonien und die Türkei. Auch für die kommenden Tage wird kein Ende der Kältewelle erwartet.

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    10 Kommentare

    • H V  •  vor 3 Monaten
      In den Nachmittag-News wurde berichtet, dass DE genügend Strom hat
      und sogar Frankreich welchen schickt (weil trotz den vielen AKW's zu wenig)
      Vorhin - muss man sich anhören, dass wir im Süden Strom von AT bekommen.
      Fakt ist, dass die Stromanbieter ihre Preise drastisch erhöhen werden.
    • Gunther  •  vor 3 Monaten
      Ich will hiermit in keiner Form die 540 Toten verharmlosen. ABER: Bitte auch daran denken, dass in diesem Jahr erst seit Januar wirklich Winter ist. Vorher waren nur frühlingshafte Temperaturen und jetzt regt sich jeder über den schlimmen Winter auf.
    • Anton  •  vor 3 Monaten
      Ich würde als Obdachloser (der ich schon mal war) mit Sicherheit nicht erfrieren.
      Erst würde ich mich in einem Restaurant den Bauch vollschlagen, dann höflich bitten, jetzt die Polizei zu rufen, da ich nicht bezahlen kann. Schon hätte ich es schön warm im Knast.
      Wenn das alleine nicht reicht, würde ich ein Schaufenster einwerfen und warten bis die Polizei kommt. Reicht das immer noch nicht, trete ich einem Polizisten gegen das Schienbein...
      • Anton vor 3 Monaten
        -mich + mir
      • Eckehard vor 3 Monaten
        ach Anton,das haben wir doch schon mal gehört,es reicht.
      • Meckertante vor 3 Monaten
        Der Tipp ist nicht schlecht. Als Obdachlose würde ich ihn sicher beherzigen, anstatt bescheiden zu erfrieren. Nur befürchte ich, dass einem als erkennbar obdachlos der Zutritt zum Restaurant verwehrt bleibt oder im günstigeren Fall Vorauskasse verlangt wird.
    • PH  •  vor 3 Monaten
      Einfach jede/r/m Geld geben, der jetzt draußen auf der Straße sein muß und um Geld bittet.
      • DIBOLAND vor 3 Monaten
        Hast ja wohl ne Scheibe Alter.
      • M. vor 3 Monaten
        Nein, kein Geld geben.....es wird in Alkohol umgesetzt. Ich biete/ kaufe eine warme Mahlzeit u. heissen Kaffee oder Tee !!!
      • Gunther vor 3 Monaten
        Danke, Tatti. Wenn du mit dem ersten Obdachlosen einen heißen Tee trinken gehst, dann leg ich 15,-€ zur Rechnung dazu.
    • Klaus  •  vor 3 Monaten
      Wie viele Menschen verhungern jeden Tag? Und das seit Jahrzehnten!
      • Anton vor 3 Monaten
        Deshalb sollen uns auch die egal sein, die erfrieren?
      • Klaus vor 3 Monaten
        Nein.
      • Gina vor 3 Monaten
        verstehe dich Klaus Anton?? in deinem satz gefaellt mir das Wort AUCH
    • Heinz  •  vor 3 Monaten
      Die Deutschen ordnen an, dass oesterreichische Kraftwerke angworfen werden? Ich hatte nicht gewusst, dass Oesterreichden Deutschen unterstellt ist.
      • Roland vor 3 Monaten
        Na klar,seit 1938
      • Andreas vor 3 Monaten
        "Wegen der Kälte seien ein Block des Kohlekraftwerks in Mannheim sowie zwei österreichische Kraftwerke auf Bitten der vier großen deutschen Übertragungsnetz-Betreiber angeworfen worden, ..."

        Wo steht da was von anordnen?
      • Heinz vor 3 Monaten
        lies mal den Bericht fertig: die deutsche Netzagentur hat Reservekraftwerke in Oesterreich festgelegt. Seit wann sind die den Weisungsbefugt in Oesterreich?
    • H V  •  vor 3 Monaten
      Die stolzen Österreicher produzieren keinen Atomstrom !!!
    • NoLu  •  vor 3 Monaten
      fast 2^9 ! Jetzt schnell "Kältetote" schätzen und gewinnen...
      • Eckehard vor 3 Monaten
        dümmer gehts nimmer
      • Markus vor 3 Monaten
        und wie siehts mit Valentinstag aus? 14-02-12=0
      • Gabriela vor 3 Monaten
        du bist dumm wie ein brot
    • nina  •  vor 3 Monaten
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      vollständig oder teilweise blockiert. In Serbien beispielsweise wurde der Schiffverkehr auf der gesamten Flusslänge gestoppt. Auch die Straße von Kertsch, eine Meerenge zwischen dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer, war komplett vereist. Dort hingen nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      Wer interessiert sich dafür? Alle Polit-Parasiten sind beschäfigt mit Syrien. Dort lohnt es sich, weil es nämlich viel, viel mehr TOTE geben könnte. Also für diese West-Polit-Schmarotzer sind Leichen viel willkommener als Lebendige. Parasiten leben eben von Leichen.
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