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    Schröder sieht Zeit als "Leitwährung" der Familienpolitik

    Berlin (dapd). Die Bundesregierung will in ihrer Familienpolitik künftig stärker den Faktor Zeit in den Blick nehmen. "Der Wunsch nach mehr Zeit für Familien eint alle Familien und ist noch stärker ausgeprägt als der Wunsch nach mehr Geld", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) am Freitag in Berlin bei der Übergabe des achten Familienberichts der Bundesregierung. Zeit sei daher die "Leitwährung" der Familienpolitik. Der vorgelegte Bericht "markiert den Einstieg in eine Zeitpolitik für Familien", sagte Schröder weiter.

    In ihrer Studie fordern die acht Experten unter der Leitung des Arbeitsrechtlers Gregor Thüsing von der Politik stärkere Anstrengungen, um den Zeitbedürfnissen von Familien gerecht zu werden. Dazu schlagen sie unter anderem vor, Arbeitszeiten und Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen besser zu koordinieren. Hier seien besonders die Kommunen gefordert. Auch sollten die Möglichkeiten älterer Menschen stärker genutzt werden, beispielsweise durch den Bundesfreiwilligendienst. Ebenfalls hoben sie hervor, dass es unter den Arbeitnehmern einen großen Wunsch nach mehr Teilzeitbeschäftigung zwischen 30 und 35 Stunden gebe.

    Dem Bericht zufolge leiden mehr als 40 Prozent der Eltern mit minderjährigen Kindern oft oder immer unter Zeitdruck. Zudem hätten 63 Prozent der Väter und 37 Prozent der Mütter mit minderjährigen Kindern angegeben, zu wenig Zeit für ihre Kinder zu haben.

    Schröder hob hervor, dass die zunehmende Verbreitung von Telearbeit zwar auf der einen Seite einen Gewinn für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bedeute. Die ständige Erreichbarkeit führe jedoch auch zu dem "sehr bedenklichen Trend", dass Arbeit und Familie immer schwerer zu trennen seien und es keinen Raum für Privatheit gebe. Hier sei eine neue "Zeithygiene" erforderlich. Deshalb werde sie zwar politisch alles unterstützen, was die stärkere Arbeit von zu Hause und auch die Teilung von Führungspositionen ermögliche. Jedoch warnte sie davor, dass Arbeit und Familie "nicht unkontrolliert ineinanderfließen".

    Thüsing verwies darauf, dass häufig nicht der Umfang der Arbeit den beschäftigten Eltern Probleme mache, sondern Ort und zeitliche Lage der Arbeit. Man könne ein guter Arbeitnehmer sein und von zu Hause aus arbeiten, aber kein guter Vater vom Büro aus, um sich um sein Kind zu kümmern. Wichtig sei auch eine verlässliche Arbeitszeitplanung, um die Zeit für die Familie sicher koordinieren zu können.

    Die Familienberichte der Bundesregierung werden seit 1968 in der Regel im Abstand von fünf bis sechs Jahren vorgelegt.

    dapd

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    4 Kommentare

    • Demokratinchen  •  vor 6 Monaten
      Ich lass mir von niemandem vorschreiben, wie ich mein Alltag bewältige. Auch von keiner Frau Schröder. In Wirklichkeit interessieren EUCH unsere Kinder ein Dreck.
    • Thomas M  •  vor 6 Monaten
      O je die andere Quoten Tanten und Millionärin müssen zum wort kommen.
    • holger b  •  vor 6 Monaten
      dieses kind schröder faselt nur müll.ich kann die eingebildete zicke nicht mehr sehen.
    • maafi  •  vor 6 Monaten
      Fein, daß man sich derartig eingehend um die Familien der Bundesrepublik Deutschland Gedanken macht - und der Wert der Zeit innerhalb der Familien - auch generationsübergreifend bedacht wird. - - Schade nur, daß dabei mal wieder diejenigen übergangen werden, deren Großeltern in Deutschland ermordet und deren Familien seither unbedacht blieben ohne daß sich einer aus der heutigen 'Führungsriege' dahingehend moralisch verpflichtet fühlt, für die begangenen Verbrechen - und für die damals erbrachte Leistung (z.B. den damaligen Bürgermeister von Köln, Herrn Konrad Adenauer zu warnen und im Kloster vor dem Terror-Regime der Faschisten zu verstecken...) ...erkenntlich zu zeigen - - nicht daß man das nicht bemerkt hätte, daß das Verbrechen der Ermordung auch die Familie, die Hinterbliebenen, also die Angehörigen in schlimmster Weise beeinträchtigt - auch generationsübergreifend, wie der obige Beitrag es ja für 'JEDE' Familie bedenkt...nein, man will dieses Verbrechen einfach nicht thematisieren - und die Zeit, die diesen Familien, den Familien der unschuldig Betroffenen wegen des Mordes als Familie verloren ging, will man natürlich auch nicht weiter erwähnt haben - das ist in Deutschland alles für 'lau'...sehr 'lustig' diese Deutschen und ihre Familien...
      • Effe vor 6 Monaten
        Deutschland hat schon genug finanzielle und materielle Abbitte getan,meines Erachtens viel zu viel.
        In Anlehnung deines Beitrages hast du sicherlich auch bedacht,das auch deutsche Familien durch Ermordung Leid zu beklagen hatten und dies in der Welt wenig Beachtung findet.Aber wenn man sich auf Zahlmeister Deutschland fokusiert und Kriege anderer Nationen in der Schublade lässt,dann kommt eben so ein Kommentar wie deiner zustande.

        Mensch Mädel wach auf,der 2.WK ist über 65 Jahre her oder wie lang und wie oft sollte deiner Meinung nach Deutschland Demut zeigen und zahlen?
      • beatrice l vor 6 Monaten
        Es geht Maafi ja um jedes eigene Schicksal und da bin ich ganz bei Ihr!

        Hätte die überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung nicht die N a zis unterstützt, hätte es auch keine Ermordungen deutscher Familien gegeben.

        Wer immer noch an das Märchen "Deutschland ist Zahlmeister" glaubt, hat von wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen keine Ahnung.
        Wer als Anarchist glaubt, dass wir in Friedenszeiten leben, unterliegt einer ganz schlimmen Täuschung. Kriege finden ständig irgendwo auf der Welt statt.
        Den "globasisierten" Regierungen ist das auch äusserst angenehm - warum und wieso, das führt hier aber zu weit. Man kann sich ja bei Interesse damit beschäftigen.
      • Bea Krom vor 6 Monaten
        Und was haben die Amis mit den Sklaven und Indianer gemacht, die Engländer in ihren Kolonien, dann war da ja noch Napoleon, oh der Cäsar und Nero waren auch noch da, ............ Jeder weiß das es falsch.Es muß jetzt mal Schluß sein. Ende mit dieser Hetze ..
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