CSU-Chef Horst Seehofer kann sich eine Rückkehr von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in die erste Reihe der Politik vorstellen. "Wenn Karl-Theodor zu Guttenberg zur Teamarbeit bereit ist, dann kann er auch eine herausgehobene Funktion anstreben", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". Auf die Frage, ob Guttenberg auch wieder Minister werden könne, sagte Seehofer: "Im Team wäre Guttenberg immer in der ersten Reihe."
Der CSU-Vorsitzende kündigte zudem an, den Euro-Skeptiker Peter Gauweiler wieder in die aktive Politik holen zu wollen. Er werde mit Guttenberg und Gauweiler persönlich sprechen. "Beide sind für die CSU sehr wertvoll. Ich möchte, dass sie uns an vorderster Front wieder zur Verfügung stehen", sagte Seehofer.
Der CSU-Vorsitzende hatte sich zuletzt verärgert über Guttenbergs Kritik an den Christsozialen und dessen Umgang mit der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit gezeigt. Guttenberg war Anfang März wegen der Affäre um nicht gekennzeichnete Zitate in seiner Doktorarbeit von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückgetreten.
Mit einem Interview-Buch und der Übernahme eines Beraterpostens bei der EU-Kommission meldete sich Guttenberg in den vergangenen Wochen öffentlich zurück. Seine politische Zukunft in Deutschland ließ der CSU-Politiker, der derzeit in den USA lebt, aber bisher offen.


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