München (dapd). Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer setzt auf eine deutliche Verbesserung des Erscheinungsbilds der Bundesregierung nach dem Koalitionsgipfel Anfang Juni. Dies sei auch dringend erforderlich, sagte Seehofer am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd in München. So müssten künftig getroffene Entscheidungen auch ohne weitere Diskussionen umgesetzt werden.
Als Beispiel nannte der bayerische Ministerpräsident das Betreuungsgeld, das in der Schwesterpartei CDU auf Kritik gestoßen war. Es gebe aber insgesamt einen "ganzen Rucksack von Themen", die die schwarz-gelbe Koalition nun angehen müsse.
Seehofer fügte hinzu, das Treffen mit der CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel sowie dem FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler am 4. Juni in Berlin werde "bestimmt in der Sache und entspannt in der Stimmung" verlaufen. Er werde dabei auch die Euro-Schuldenkrise ansprechen.
Der CSU-Chef betonte, er lege zudem Wert auf wichtige gesellschaftspolitische Themen. Dazu zählten der Mindestlohn und die Vermeidung von Altersarmut. Seehofer hatte den Koalitionsgipfel mit Merkel und Rösler nach dem Wahldebakel der CDU in Nordrhein-Westfalen gefordert.
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