Ljubljana (dapd). Die slowenische Regierung von Ministerpräsident Borut Pahor hat am Dienstag ein Misstrauensvotum des Parlaments nicht überstanden. Dem Votum waren monatelange Unstimmigkeiten zwischen den Koalitionspartnern und eine Reihe von Rücktritten von Kabinettsmitgliedern vorausgegangen. Die Opposition warf der Regierung Korruption und Misswirtschaft vor. Bei der Abstimmung sprachen von den 90 Parlamentsabgeordneten 51 der Regierung das Misstrauen und 36 das Vertrauen aus. Der Rest enthielt sich oder war nicht anwesend.
Angesichts des politischen Patts ist auch der Beitrag des Landes zum EU-Rettungsfonds gefährdet. Die kleine Alpennation hat bereits vom hochverschuldeten Griechenland Geld als Sicherheit für eine Einlage gefordert.
"Ich habe dem Land nach besten Kräfte gedient", sagte Ministerpräsident Pahor nach der Abstimmung. "Ich fühle keine Verbitterung. Ich habe volles Vertrauen in unser Volk und die Zukunft von Slowenien."
Der slowenische Präsident Danilo Turk kann nun innerhalb einer Woche einen neuen Ministerpräsidenten bestimmen. Dieser hat dann 30 Tage Zeit, eine neue Regierung zu bilden. Sollte dies scheitern, würden vorgezogene Neuwahlen angekündigt. Slowenischen Medienberichten zufolge könnte Janez Jansa neuer Ministerpräsident werden. Er war bereits Pahors Vorgänger und ist derzeit Oppositionsführer.
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