Frankfurt/Main (dapd). Verkleidungen sind für den sozialen Auftritt von Menschen elementar - davon geht zumindest die soziologische Forschung aus. Wer zur Fastnachtszeit in eine andere Rolle schlüpfe, "eröffnet sich neue Perspektiven auf die Mitmenschen wie auf das eigene Ich", sagte Tilman Allert, Soziologieprofessor an der Universität Frankfurt am Main, am Montag. "Der Karneval bringt vorübergehend ein Stück Soziologie in den Alltag."
Das Spannungsverhältnis von Maske und Authentizität bestehe aber nicht nur während der "tollen Tage". "Jeder, der mit seiner Umwelt kommuniziert, bedarf einer bestimmten Maske", betonte Allert. Daraus entstehe vielfach der Wunsch, "alles Gewohnte gegen eine andere Maske einzutauschen". Diese Spannung könne zwar auch im Karneval nicht überwunden, aber spielerisch erforscht werden.
dapd


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