SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die schwarz-gelbe Bundesregierung beim politischen Aschermittwoch scharf angegriffen. Er habe keine Lust, von dieser Regierung Sprüche über bürgerliche Werte zu hören, sagte Gabriel im bayerischen Vilshofen mit Blick auf den Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff. Die Regierung solle "mal ein bisschen demütiger werden." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trage die Verantwortung dafür, dass Wulff oder der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) überhaupt in Amt und Würden gekommen seien.
Gabriel warf zudem dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) vor, beim politischen Aschermittwoch die Auseinandersetzung mit dem designierten SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2013, Christian Ude, zu scheuen. Seehofer hielt sich in seiner Aschermittwochsrede mit Angriffen auf die politischen Gegner zurück. Er ist derzeit nach dem Rücktritt von Wulff als Bundesratspräsident formell das deutsche Staatsoberhaupt. Als zweiter Hauptredner sprach deshalb bei der CSU der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber.


11 Kommentare