Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat die CDU trotz deutlicher Verluste ihre Position als stärkste Partei verteidigt, die FDP verlor fast die Hälfte ihrer Wähler, und die Grünen konnten ihren Stimmanteil annähernd verdoppeln.
Nach dem vom Landeswahlleiter in Hannover vorgelegten landesweiten Ergebnis kam die CDU auf 37 Prozent nach 41,3 Prozent vor fünf Jahren. Die SPD erreichte 34,9 Prozent nach 36,6 Prozent, die Grünen verbesserten sich auf 14,3 Prozent nach 7,8 Prozent. Die FDP kam auf 3,4 Prozent nach 6,7 Prozent und die Linke auf 2,4 Prozent nach 0,8 Prozent bei den Kommunalwahlen 2006.
Bei den Direktwahlen der Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister nahm die SPD der CDU die Position des Oberbürgermeisters in Wolfsburg ab. Umgekehrt siegte in Wilhelmshaven der CDU-Kandidat nach jahrzehntelanger Vorherrschaft der SPD.
Neuer Oberbürgermeister von Goslar wurde überraschend das aus Bayreuth stammende CSU-Mitglied Oliver Junk. Er war für die CDU angetreten. Sein SPD-Vorgänger war vor Monaten vom Rat nach jahrelangen Querelen abgewählt worden. Die Kommunalwahlen galten als wichtiger Stimmungstest vor der Landtagswahl in Niedersachsen, die zwischen Oktober 2012 und Januar 2013 stattfindet.


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