Die SPD holt im neuen ZDF-Politbarometer gegenüber der Union deutlich auf. In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen verbesserte sich die SPD um einen Punkt auf 32 Prozent, während CDU/CSU zwei Punkte verlieren und auf 34 Prozent kommen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Grünen auf 13 Prozent (minus eins) und die Piraten unverändert auf sieben Prozent.
Die FDP würde sich um einen Punkt auf fünf Prozent verbessern, die Linke würde bei fünf Prozent verharren. Damit hätte weiterhin weder die amtierende Regierungskoalition von Union und FDP noch eine rot-grüne Koalition eine parlamentarische Mehrheit.
Die Liste der beliebtesten Politiker führt erstmals die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) an. Sie landete auf Anhieb auf Platz Eins und verdrängte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von dem Spitzenplatz. Auf der Skala von plus fünf bis minus fünf erhält Kraft einen Durchschnittswert von 1,7 und liegt damit ganz knapp vor Merkel, die ebenfalls mit 1,7 (zuletzt 1,6) und nur um Hundertstel schlechter bewertet wird.
Es folgen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit jeweils 1,4 nach 1,6 bei der letzten Umfrage im Mai. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier erreicht ebenfalls einen Wert von 1,4 (zuletzt 1,5), gefolgt von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit unveränderten 0,6, SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 0,5 (zuletzt 0,6) sowie CSU-Chef Horst Seehofer mit 0,4 (zuletzt 0,6).
Im Negativbereich verharren Außenminister Guido Westerwelle mit minus 1,1 (zuletzt minus 1,0) und der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler mit minus 1,4 (zuletzt minus 1,5). Die Forschungsgruppe Wahlen befragte in der Zeit vom 11. bis 14. Juni 1232 Wahlberechtigte.



