Im Prozess gegen den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Oslo mit ihrem Schlussplädoyer begonnen. Wegen der Anschläge auf der Insel Utöya und in Oslo mit 77 Toten im vergangenen Sommer drohen dem 33-Jährigen 21 Jahre Haft. Die Strafe kann anschließend verlängert werden. Am Freitag wird das Schlussplädoyer der Verteidigung erwartet, mit einem Urteil wird Ende Juli oder im August gerechnet.
Im März hatten sich die Ankläger für eine Einweisung Breiviks in die Psychiatrie ausgesprochen. Nachdem mehrere Experten aber zuletzt seine Schuldfähigkeit bekräftigten, wird damit gerechnet, dass auch die Staatsanwaltschaft ihre Meinung geändert haben könnte. Einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge wollen 74 Prozent der Norweger Breivik hinter Gittern sehen. Lediglich zehn Prozent sind für eine Einweisung in die Psychiatrie. Auch Breivik selbst will für zurechnungsfähig erklärt werden.

