Stardirigent und Pianist Daniel Barenboim greift auch mal daneben: "Ich weiß, dass ich selbst in meinem Leben schon tausend falsche Töne auf Klavierabenden und Konzerten gespielt habe", sagte der 69-Jährige. Deshalb habe er bei der Aufnahme neuer Musiker in von ihm geleitete Orchester auch Verständnis für Fehler.
"Total intolerant" sei er aber bei einem Mangel an Beteiligung. "Wenn jemand gut spielt, aber nicht kommuniziert, weiß ich, dass er uns stören wird, auch wenn er gut spielt", sagte Barenboim der "Welt am Sonntag". Wenn jemand nur das Minimum tue, dann könne er "schon sehr unangenehm werden". Barenboim ist seit 1992 Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper.


