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    State Radio kündigen bisher "härtestes Album" an

    Berlin (dapd). Die US-Band State Radio arbeitet an ihrem bisher "härtesten Album". Die Songs gingen "mehr in Richtung Nirvana und Black Sabbath", sagte der 36-jährige Sänger Chad Urmston im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Die Songs behandelten Politisches wie die Occupy Bewegung und den Arabischen Frühling, aber auch persönliche Geschichten - etwa "wie ich meinen Hund in Arizona fand".

    Das Album des 2002 gegründeten Trios wird nach Angaben des Labels voraussichtlich Ende 2012 erscheinen. Der bereits als freier Download veröffentlichte Song, "Roadway Broken", handelt von einer Mutter und ihren Kindern nach dem Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010.

    Ab Dienstag (22. Mai) sind State Radio auf Tour in Europa, Shows in Deutschland sind unter anderem am 23. in München, am 29. in Hamburg, am 30. in Berlin und am 31. in Köln.

    Urmston, der auch Sänger der Band Dispatch ist, sagte, mit State Radio habe er einen Kanal für politische und "sehr zugespitzte" Songs gefunden. Solche Stücke müsse er daher nicht seinen Bandkollegen von Dispatch aufzwingen, die alle etwas unterschiedliche politische Ansichten hätten.

    Bands wollen sich politisch in US-Wahlkampf einmischen

    Vor den US-Präsidentschaftswahlen will sich Urmston aber sowohl mit State Radio als auch mit Dispatch politisch einmischen. "Mit Dispatch werden wir definitiv alle auffordern, zu wählen und an der Demokratie mitzuwirken", sagte er. Mit State Radio werde es voraussichtlich ab September konkretere Aktionen geben. "Wir wollen die Leute nicht nur zum Wählen bewegen, sondern eine Kampagne starten." Geplante Themen seien etwa die Todesstrafe und Homo-Ehen.

    Urmston sagte, er sei auch mit Tom Morello, Gitarrist bei Rage Against the Machine und Audioslave, im Gespräch über mögliche gemeinsame Aktivitäten mit weiteren Bands.

    Dispatch, die in den USA mehrfach Konzerte mit mehr als 100.000 Fans spielten, standen im März das erste Mal auch in Deutschland auf der Bühne. Die Musiker sind sehr sozial engagiert und ließen die mit ausverkauften Shows erspielten Millionen in Entwicklungshilfeprojekte ihrer Stiftungen in Simbabwe fließen. Ihre EP "Dispatch" erschien jüngst beim deutschen Label Uncle M.

    State Radio veröffentlichten 2005 ihr Debütalbum "Us Against the Crown", es folgten "Year of the Crow" (2007) und "Let It Go" (2009).

    dapd

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