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    Schäuble fordert Athen zu weiteren Reformen auf

    Steinbrück äußert Zweifel an Rettung Griechenlands

    Vor dem EU-Gipfel in Brüssel hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) als Gegenleistung für weitere Hilfen der EU eine Fortsetzung des Reformkurses in Griechenland angemahnt. "Die Europäer sind bereit, Griechenland auf diesem Weg mit allem, was dafür notwendig ist, beizustehen", sagte Schäuble in einem Interview mit der Internetseite Wall Street Journal Deutschland.

    "Aber wir können nicht ersetzen, dass Griechenland diese Maßnahmen umsetzen muss." Ohne die Umsetzung von Reformen sieht Schäuble keinen Sinn in weiteren Finanzhilfen: "Dann gibt es gar keine Summe Geld, die das Problem lösen kann", so Schäuble.

    Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) äußerte Zweifel am Erfolg der Rettung Griechenlands. Die Insolvenz des Landes und das Ausscheiden aus der Eurozone sollte niemand herbeireden, doch müsse diese Möglichkeit einkalkuliert werden, sagte Steinbrück der "Passauer Neuen Presse". "Als deutscher Finanzminister würde ich mich auf einen Plan B vorbereiten." Einem dritten Rettungspaket würden viele europäische Länder nicht mehr zustimmen, warnte der SPD-Abgeordnete.

    Kritik äußerte Steinbrück am Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Sie hat seit 2010 viele Pirouetten gedreht und häufig Positionen gewechselt. Die Kanzlerin hat viele verunsichert, Zeit vertan und die Infektionsgefahren in der Euro-Krise erhöht", sagte Steinbrück. "Das Krisenmanagement in der Eurokrise hatte stets drei Fehler: Zu wenig, zu spät und zu ungefähr statt präzise."

    Merkel hätte gemeinsam mit anderen Politikern der Eurozone gleich zu Beginn der Krise im Mai 2010 eine Garantie für die griechischen Staatsanleihen abgegeben müssen, sagte Steinbrück. Nun sei es dafür zu spät. Zur Lösung der Krise forderte Steinbrück neben dem geplanten Fiskalpakt erneut auch die Einführung von gemeinsamen europäischen Staatsanleihen, den sogenannten Eurobonds, sowie einer Finanztransaktionssteuer.

    Der Bundesvorsitzende der Linken, Klaus Ernst, forderte die Bundeskanzlerin auf, sich umgehend öffentlich vom Vorschlag der Einsetzung eines "Sparkommissars" für Griechenland zu distanzieren. Die Idee sei "geschichtsvergessen", erklärte Ernst. Allein dass in der deutschen Regierung über einen solchen Vorschlag geredet werde, wirke in Griechenland wegen der Erinnerungen an die Besatzungszeit wie ein innenpolitischer Sprengsatz.

    Aus EU-Kreisen war kürzlich bekannt geworden, dass einige Staaten, darunter auch Deutschland, vorgeschlagen haben, die Kontrolle über Athens Finanzpolitik durch "externe Expertise" zu verschärfen. Demnach sollen EU-Experten auch gewisse Entscheidungsbefugnisse erhalten. Aus griechischen Regierungskreisen hieß es, die Budgethoheit gehöre zum Kern der nationalen Souveränität. Es sei daher ausgeschlossen, dass ein Eingriff in diesem Bereich akzeptiert werde.

    Das vom Bankrott bedrohte Griechenland verhandelt seit Wochen mit seinen privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt, der Voraussetzung für ein neues Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro ist. Angestrebt wird, dass die Privatgläubiger Griechenland 50 Prozent ihrer Forderungen erlassen. In den vergangenen Tagen wurde der Regierung in Athen vermehrt vorgeworfen, sie setze die zugesagten Spar- und Reformschritte nicht konsequent genug um.

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    28 Kommentare

    • pappel  •  vor 3 Monaten
      Steinbrück hat Recht. Den Griechen ist nicht mehr zu helfen. Seit fast einem Jahr hören wir, das sie vor dem Bankrott stehen und das trotz permanenter Milliardenhilfe. Sie können nicht mit Geld umgehen und isie tricksen wo sie nur können. Es ist Zeit dem bösen Spiel ein Ende zu setzen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
      • Eva vor 3 Monaten
        im Grossen und Ganzen gebe ich dir recht, aber was denkst du was mit der permanenten Milliardenhilfe passiert? Die wird zum Bedienen von Schulden verwendet und wenn nicht wenn sie tricksen, was ich ja nicht ausschliessen kann und auch gar nicht moechte, dem Volk kommt nix zugute, dass sacken sich die Herren Politiker schon selber ein. Ich erlebe es hautnah mit, alle drei Monate wird gejammert dass, wenn nicht Hilfe von der EU kommt die Bankrotterklaerung folgt, wenn man bedenkt dass eigentlich nur das umgesetzt wurde was die *Kleinen* betrifft, und sonst nix, verstehe ich die EU auch dass sie endlich mal Taten sehen will auch wenn wir darunter leiden muessen. Und was heisst schon dann sind wir bankrott.... Griechenland IST bankrott und deshalb sollten alle Politiker ob in der EU oder in Griechenland endlich mal den Mut haben dies auch einzugestehen und die notwendigen Schritte unternehmen. Es hilft niemanden wenn man Milliarden und Abermilliarden irgendwo hineinsteckt, nur damit die Banken nicht allzuviel Schaden erleiden. Dein Zitat *lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende* ist zu 100% auch meine Meinung
    • Frank  •  vor 3 Monaten
      Ich verstehe nun langsam das ganze Theater nicht mehr .Dieses mal will man Deutschland das ganze Fell abziehen. Jeder soll in den Rettungsschierm einzahlen , wie sol das gehen ? wenn 80% der Euro Staaten schon Pleite sind.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      Unsere Politiker bringen die EU um! Zuerst zwingen sie uns in eine EU und € die nur wenige wollten, beluegen uns mit harten Umlagen die jedes Land erfuellen muss um in die € Zone zukommen und jetzt schiessen die Unmengen an Gelder in ein Griechischer Topf ohne Boden! Die Griechen werden NIE das umsetzen was diese perversen BRD Politiker wollen. Wieso verstehen die das nicht? Wollen wohl nicht wahr haben was nicht sein soll!?
    • Hubba Bubba  •  vor 3 Monaten
      nunja es wird soviel geld fließen, dass die Banken und die Großanleger ihre Kohle gesichert sehen, dann werden sie die Griechen pleite gehen lassen und mit dem Geld was sie erzockt haben billig in Grichenland investieren... und der deutsche Steuerzahler hat diesen ganzen Müll bezahlt...
    • albert  •  vor 3 Monaten
      gs ist doch gehirnamputirt
    • anarchist  •  vor 3 Monaten
      jammert nicht,
      das einfachste mittel, ist einfach keine steuern mehr bezahlen....
      • Baerbel vor 3 Monaten
        wow..... sag uns wie und wir tun es
      • ZG61 vor 3 Monaten
        Da gibts 2 Möglichkeiten
        1. Nix schaffe
        oder
        2. Stinkreich und FDP Sympatisant sein.
      • anarchist vor 3 Monaten
        die 3. möglichkeit ist schwarz arbeiten, so wie ich es seit jahren mache...
        das hartz 4 nehme ich als spritgeld....
    • rolo  •  vor 3 Monaten
      Wie will die Regierung das Geld reinbringen wenn sie die fetten Geldschweine laufen lässt.
      Wenn sie weiter Renten an Tote bezahlt. Wenn sie weiter die Beamten beim Geldeintreiben behindert. Die normale Bevölkerung hat kein Geld und die Griechischen Bonzen haben das Geld schon ins Ausland gebracht. Das Land ist fertig, da gibt es nichts mehr zu retten. Die Regierung ist zu korrupt und zu feige etwas zu ändern. Und die Griechische Lebenseinstellung kann nicht mit einem Rettungspacket geändert werden. Sie haben sich immer schon und später uns alle beschissen. Nur früher war es ein internes Spielchen das jeder Grieche akzeptierte, nur in der Eurozone hats nicht geklappt.
      • Yahoo! Benutzer vor 3 Monaten
        Genau so ist es!!!
    • Mr  •  vor 3 Monaten
      Vor zwei Wochen wollte die SPD noch Eurobonds, jetzt plötzlich einen Plan B? Mir drängt sich der Eindruck auf, dass auf dem Ozean der Finanzkrise nicht nur der Kan von Merkel ziel-, richtung- und orientierungslos dahin schippert....
    • E.F. S  •  vor 3 Monaten
      Jeder Cent der nach Griechenland geht, fliest wieder zurück in die Taschen der Banken.Es gibt für ein Land das nicht begreift, daß es zum funktionier Steuergelder braucht keine Rettung.Es ist dort wie hier, die Großverdiener erschwindeln sich ihre Freibeträge und den Arbeitern und Rentnern wird das Geld gekürzt.Wirtschaft funktioniert nur wenn die Masse Geld zum Ausgeben hat.
    • Oskar  •  vor 3 Monaten
      GS. Auf welcher Welt lebst du eigentlich, denn ich habe auch 2 mal Rentenerhöhung bekommen. Aber gleich danach haben sie die Krankenkassenbeiträge erhöht und alles war wieder futsch. Ich glaube du bist der einzige Rentner der so denkt. Oder du bist Beamter der nie in die Kasse einbezahlt hat, und weit, weit über dem Durchnitt liegst. Dann mußt du ja auch die Merkel loben.
      • Bimbo vor 3 Monaten
        Gute Antwort,
      • Baerbel vor 3 Monaten
        was zur Hölle sind 1 oder 2 % mehr Rente wenn die Lebensmittel Preise, geschweige allen anderen so explodieren?
    • Caleb Neverdie  •  vor 3 Monaten
      Raus mit den Griechen aus dem Euro und Ruh' ist...
      • Nr drei Gerda vor 3 Monaten
        scherzkeks. meinst du, dann kriegen die kein geld mehr von uns? das haben die vorher bekommen und werdens auch hinterher bekommen.
      • Baerbel vor 3 Monaten
        die ganze EU brodelt...ist nicht nur Griechenland.....
      • iliada vor 3 Monaten
        ja das sagen wir auch..aber warum lässt uns keiner?
    • Böhm-Wirt  •  vor 3 Monaten
      Was hat diese gesamte Brut bei ihrer Amtseinführung geschworen?
      "Zum Wohle des deutschen Volkes"
      Da erübrigt sich wohl jeder weitere Kommentar................
    • horst_p  •  vor 3 Monaten
      Griechenland ist gut beraten, die überheblichen Einmischungen zu ignorieren und 14 Tage in den Generalstreik zu gehen und zu sagen - wir sind ein eigner Staat und machen was wir für richtig halten - Belgien probt für 1 Tag den Ausstand - das sind die richtigen Wege, die Bruchbude, genannt Europa einzureißen!
    • KandiS  •  vor 3 Monaten
      Tja so jagt man eine Sau durchs Dorf und wenn die wegen Hunger zwei Malhzeiten verlangt,dann verlangen einige Reformen das man auch mit einer gut über den Tag kommt.
      Irgendwann hat die Sau keine Energie mehr weil ihr die eine Mahlzeit auch weggenommen werden soll und man hetz (spekuliert) eine andere Sau durchs Dorf.
    • Flocke  •  vor 3 Monaten
      Hier werden Kommentare einfach weggelassen-Das ist Diskriminierung
    • Wolfg.  •  vor 3 Monaten
      Oh Schäuble, das wissen wir (das Volk) schon seit der Euroeinführung . Geh nochmal zur Schule
    • Martin  •  vor 3 Monaten
      Dauert lange bis die da oben was schnallen. Vielleicht kapiert Murksel das auch.
    • E W S  •  vor 3 Monaten
      Nach dem Bekanntwerden der Tatsache, dass federführend durch den jetzigen griechischen Staatschef der EU-Beitritt Griechenlands durch getunte Bilanzen und falsche Zahlen erschlichen worden war, hätte augenblicklich das geschehen müssen, was in der Wirtschaft im Falle eines Betruges geschieht. Rückabwicklung auf den Punkt Null.

      Das wäre das beste Signal der Stärke gewesen, das die EU der Welt und den sogenannten Finanzmärkten hätte geben können. Dann wäre der Euro stark und wir hätten die Milliardenprobleme nicht am Hals. Außerdem wäre so etwas eine Warnung an alle anderen Staaten gewesen, die in die EU nur deshalb wollen, weil sie die Hand aufhalten möchten. Und eine Abfuhr an die Börsenzocker, die nur auf Schwächen von Staaten, Währungen und auf politische Fehlentscheidungen setzen und damit das Finanzsystem zusätzlich schädigen.

      Derartige Leergeschäfte und alles andere, besonders am Finanzplatz London beliebte Zockergeschäft, hätte parallel dazu untersagt gehört. Dann wäre auch von dieser Seite her Ruhe.

      Dafür aber hätte es Experten und Leute mit Weitsicht und Stehvermögen gebraucht - all das können die Politiker in ihrer Unfähigkeit leider nicht bieten.
    • Marcus  •  vor 3 Monaten
      Herr Steinbrück nich unr die Griechen alle Staaten werden die Schulde jemalz zu rück zahlen können. Ich sage es noch mal auch für sie es ist ein System feher die sind auf dem falchen weg mein Herr. Sie werden keine lösungen finden auf daucher.wen sie nicht die Systeme ender Welt weit da sie das nicht können werden sie auch unter gehen. habe LRS Danke.
    • Magda  •  vor 3 Monaten
      Bevor das Ganze den Bach runtergeht müssen die Banken saniert sein,dann sind die Euroländer pleite.Keine Sorge,jetzt treten die Banken als große Retter "Aller "auf und bieten den Europäern natürlich ihre Kredite an zu horenden Zinsen und sanieren sich ein 2. mal.das nenne ich:" Gewust Wie."
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