Osnabrück (dapd). Der Bund der Steuerzahler hat den Bundestag aufgefordert, weiteren Griechenland-Hilfen die Zustimmung zu verweigern. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Verbandspräsident Karl Heinz Däke: "Beim zweiten Griechenland-Paket sind die Steuerzahler einmal mehr die Verlierer." Die Beteiligung der privaten Gläubiger müsse viel höher ausfallen. Schließlich hätten die Banken bereits einen erheblichen Teil ihrer Risikopositionen über den öffentlichen Sektor entsorgt. Der in Aussicht gestellte Schuldenschnitt sei längst eingepreist.
Däke kritisierte, es sei "inakzeptabel", dass die deutschen Steuerzahler inzwischen für bis zu 320 Milliarden Euro hafteten. "Wir brauchen mehr Reformen in den Schuldnerstaaten", sagte er. "Auch ein Euro-Austritt Griechenlands darf kein Tabu sein."
dapd


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