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    Streit über Mindestlöhne geht weiter

    Berlin (dapd). Der Streit über die von der Bundesregierung geplante Einführung gesetzlicher Lohnuntergrenzen geht weiter. Die Arbeitgeber und die FDP stehen dem Vorhaben nach wie vor skeptisch gegenüber. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie lehnt einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn für alle Branchen, wie ihn SPD, Grüne und Linkspartei fordern, ab.

    Der Vorsitzende der IGBCE, Michael Vassiliadis, sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung": "Ich halte den Vorschlag für vernünftig, keinen einheitlichen Mindestlohn mit einem Fixbetrag festzulegen, der in allen Branchen gilt." Es sei besser, die Tariffindung einer Kommission zu übertragen, wie es die Union wolle.

    Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warnte: "Einheitliche gesetzliche Mindestlöhne nehmen den Schwächsten am Arbeitsmarkt ihre Chancen auf Einstieg in Arbeit." Die Beweise lieferten alle Länder mit einheitlichen Mindestlöhnen. "Sie haben eine dramatisch höhere Jugendarbeitslosigkeit als Deutschland", sagte Hundt der Zeitung "Die Welt". Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Position gegen einen einheitlichen Mindestlohn bezogen. "Ich setze darauf, dass FDP und CDU/CSU dieses Grundfundament der Sozialen Marktwirtschaft weiter mittragen", sagte Hundt.

    Auch die FDP ist weiter skeptisch. Die stellvertretende Parteivorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte am Samstag bei einem Landeskongress der jungen Liberalen im mittelfränkischen Baiersdorf: "Die FDP kann sich auf das Abenteuer eines gesetzlichen Mindestlohnes nicht einlassen." Statt staatlicher Vorgaben plädierte sie für Vereinbarungen zwischen den Tarifpartnern.

    Bundesarbeitsministerin Urusla von der Leyen will ein Mindestlohngesetz noch in dieser Wahlperiode durchsetzen. Nach dem CDU-Parteitag, der die Einführung einer Lohnuntergrenze für tariflich nicht geregelte Branchen beschließen soll, wolle sie die Gespräche mit FDP und CSU sowie den Tarifpartnern aufnehmen, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende der "Bild am Sonntag". Sie wolle den gesetzlichen Rahmen für eine Kommission abstecken, "die dann die richtige Lohnhöhe eigenständig finden muss", sagte von der Leyen. Sie hofft, dass sich die Arbeitgeber trotz ihrer Ablehnung einer allgemeinen Lohnuntergrenze an einer solchen Kommission beteiligen werden.

    Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann (CDU), verteidigte den Vorstoß der Union für eine verbindliche Lohnuntergrenze. "Eine christliche Volkspartei kann sich doch nicht damit profilieren, den Leuten zu sagen, es sei richtig, dass sie von einem Lohn alleine nicht mehr leben können. Sie kann sich nicht damit profilieren, einen Stundenlohn von 4,50 Euro als angemessen zu bezeichnen", sagte Laumann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung." Er räumte ein, seine Partei habe "eine Weile gebraucht", um sich zu dieser Position durchzuringen.

    SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles betrachtet diese Wende der CDU in der Frage eines Mindestlohns als taktisches Manöver der Bundeskanzlerin. "Frau Merkel setzt wieder auf einen Wahlkampf, der alle Konfliktthemen meidet und keine Angriffsflächen bieten soll. Indem sie versucht, sich der gesellschaftlichen Mehrheitsmeinung anzupassen, sollen neue Koalitionen möglich gemacht werden", sagte Nahles der Sonntagszeitung. Nahles betonte: "Wir sind schon lange für einen gesetzlichen Mindestlohn."

    dapd

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    33 Kommentare

    • Andy  •  vor 6 Monaten
      Der Mindestlohn wird wahrscheinlich erst in 20 Jahren kommen, und
      dann bei 5 € festgesetzt.
    • Hubert  •  vor 6 Monaten
      Es ist doch keine Frage , der Mindestlohn muss kommen!
      Jede Argumentation gegen den Mindestlohn ist nur die Sicherung der eigenen Bereicherung!
      Sollen doch Hundt und Konsorten mal mit 5,- Euro Stundenlohn leben!
      Diese permantnente Unterbezahlung der arbeitenden Menschen ist ein richtiger Skandal!
      Man übersieht bewusst krimminelle Machenschaften und billigt diese Unterbezahlung mit Niedriglöhnen weil man weiß, dass die Folgekosten im Rentenalter die Allgemeinheit zu tragen hat, also der Steuerzahler!
      Diese trägt nicht zuletzt, auch erhebliche Mehrkosten auf grund dieser Niedriglöhne in den Sozialkassen!
    • Buck  •  vor 6 Monaten
      Au! Die wahren Worte hatten wohl die Automatik getroffen.
      Es hätte heißen müssen: "Ich bin der größte Eierpfannkuchen,..."
    • Fly Robbi  •  vor 6 Monaten
      Sorry,aber dieser fette und feiste Mops hat seinen Namen zu Recht...
      Sorry liebe Mitgeschöpfe!
    • aqvixx  •  vor 6 Monaten
      Und wieder jault der Hundt, wenn er (und seine Unternehmerkaste) menschenwürdige Löhne zahlen soll.
      • E.T. vor 6 Monaten
        ... weil dann ein paar Taler in seinem Gold-gefülltem Planschbecken fehlen!
    • Viktor  •  vor 6 Monaten
      wau wau Herr Hundt, haben Sie Angst das Sie zu kurz kommen?
    • wolfgang  •  vor 6 Monaten
      wegen solcher typen wie hundt ist deutschland auf den hund gekommen. warum haben immer die typen das sagen die dumm geboren nichts gelernt und die hälfte noch vergessen haben. sollten mal richtig arbeiten gehen bevor sie dumme sprüche machen. da würden sie glatt verhungern.
      • Mensch vor 6 Monaten
        der konnte neulich im TV nicht mal begrunden warum er dagegen ist!
      • Randolph von Trier vor 6 Monaten
        So Freunde jetzt senden wir ein halbes Jahr nur noch Holocoust-
        Filme, das habt Ihr nun davon. Wenn die Lobby eins nicht verzeiht,
        dann ist es die Wahrheit in Euren Texten :-)
    • Mensch  •  vor 6 Monaten
      der hund...der hund. der meldet sich immer und ist natürlich dagegen...der sieht aus wie ein mensch aus der steinzeit.
    • Roland  •  vor 6 Monaten
      Entsorgt den blöden Hundt!!!
      • Mensch vor 6 Monaten
        hab gehört Albanien importiert Müll aus der EU und hat eine moderne verbrennungsnalage;)
      • lästerer vor 6 Monaten
        Blöd ist der Hundt nicht, aber kreuzgefährlich.
        .
        Gebt ihm doch einen Mindestlohn von 1 € (in Worten: Ein €uro),
        dann weiß er, was er hat !!!
      • Mensch vor 6 Monaten
        ich mag solche typen nicht. punkt. deutschland ist ein reiches land und der mindestlohn ist überall pflicht...
    • Cali  •  vor 6 Monaten
      Es ist doch jetzt schon so weit, dass kaum ein Arbeitgeber noch dazu bereit ist Verantwortung für seine Angestellten zu übernehmen. Viele wollen doch am liebsten einen Studierten oder Gymnasiumabgänger zu billigsten Verhältnissen haben, ohne viel für Aus- oder Weiterbildung tun zu müssen. Leiharbeitsfirmen machen es möglich, und diese gehören ebenso abgeschafft, wie die ganzen anderen Billigsklavenstellen, bevor man anfängt an einem Mindestlohn herumzubasteln.
      • E.T. vor 6 Monaten
        Du sprichst mir aus der Seele!
    • Thomas M  •  vor 6 Monaten
      Wann hört die endlos Krieg auf von die FDP und Hundt gegen die Arbeiter und Rentner? Die Arbeitgeber hat sich genug bereichert mit die maas geschneidert Wirtschaft Subvention zum Gesetzlich Versicherte nachteile beim Lohn - Renten - Soziales. Dieser mann gehört zum alle schlimste sorten von Gier und nie satt.
    • Manuela Bauer  •  vor 6 Monaten
      Klar, das DER dagegen ist! Abzocker!
    • Helmut Kohl  •  vor 6 Monaten
      yahoo-Bericht: "Die Arbeitgeber und die FDP stehen dem Vorhaben skeptisch gegenüber".(Zitatende? Ich bin Arbeitgeber und will nicht mit diesen Verbrecherbanden in 1 Topf geschmissen werden! Wer keine 12 oder 13 €/Std z + Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld zahlen kann, soll seinen Drecksladen zumachen! Egal ob da jetzt ein Daimler, VW, oder Audio Leiharbeiter für diesen Hungerlohn beschäftigen , oder nicht, es sind Verbrecher! So geht man nicht mit Menschen um, Auch nicht als Geldsack, Bonze, Akzionär, oder Spekulant! Und wer seine Karre waschen will, und er kann sich einen 13,99 € Putzer micht leisten, soll sich seine Karre selber putzen oder sich den Raum selber anpinzeln. So ein "Arbeitgeberpräsident" kotzt mich an. Das ist nicht christlich, nicht sozial, das ist ein Verbrechen.
    • Viktor  •  vor 6 Monaten
      seit dem es die RAF nicht mehr gibt, bellen viele in der Politik und vor allem aus dieser HUNDT- KASTE immer lauter, es gibt halt keinen natuerlichen Feind mehr, aber wehe dem das Volk steht endlich auf, weil man dem Volk zu oft auf die Füße getreten hat, gar nicht auszudenken, was alles passieren kann, wenn das Volk sich wehrt......
    • Randolph von Trier  •  vor 6 Monaten
      Natürlich lehnen die Gewerkschaften den Mindestlohn, in Ihrem Level,
      der Brangen ab.
      Weil die Lobbys damit die 18€ Kräfte zu Mindestlohn degradieren werden!!!
      Von der Armut, zur Mittellosigkeit und immer weiter.Zum Schluss
      wenn alle durch falsche Ernährung zu Invaliden motieren, heist es
      guck die Deutschen, was fürn krankes Pack.
      Des Deutschen politischer Feind ist die BRD!
    • steuerfahnder2000  •  vor 6 Monaten
      Das Deutschland mit der U3 Partei auf den Hund gekommen ist, ist richtig. Diese Splitterpartei interessiert doch keinen mehr. Auch nach dem Hundt kräht kein Hahn.
      Es muß einen Mindestlohn geben, Löhne unter 7€ sind assozial!

      Weg mit den verlogenen Brüderlen!
      Schwarz/Gelb nein danke .:-(((
    • Philosoph  •  vor 6 Monaten
      Ein Unternehmen das es sich nicht leisten kann seinen Mitarbeitern einen Mindestlohn von 8,50 € zu bezahlen muss anders kalkulieren. Deutschland ist ein Sozialstaat und somit dazu verpflichtet soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten!
    • Rolf  •  vor 6 Monaten
      Herr Hundt würde am liebsten wieder die Sklavenhaltergesellschaft einführen.
      So ein Blödsinn, Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze.
    • Al Fio  •  vor 6 Monaten
      Die Politik muss schneller werden, einfach nur schneller und durchgreifen, sie ist immer gerade einen Tick hinterher. Meine Meinung
    • Thomas M  •  vor 6 Monaten
      Der mann ist noch schneller wie unsere Vettel und Pofalla. Dank Bild und die viele Polit Talk Shows bekommen er volle untersützung. Nur bei die reste 90% von deutschland nicht.
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