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    Besorgnis über Flüge aus Iran nach Syrien

    Kritik aus Türkei an gewaltsamem Vorgehen Assads

    US-Vertreter haben sich besorgt über mögliche Waffentransporte aus dem Iran nach Syrien durch den irakischen Luftraum gezeigt. Bei einem Besuch der irakischen Hauptstadt Bagdad kritisierten drei US-Senatoren die angeblichen Flüge zur Unterstützung von Staatschef Baschar al-Assad. Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bezeichnete Syrien derweil als "terroristischen Staat".

    Nach einem Bericht der US-Tageszeitung "New York Times" überfliegen iranische Flugzeuge den Irak, um Syrien Waffen zu liefern. Die Senatoren John McCain, Lindsey Graham und Joe Lieberman brachten darauf gegenüber dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki ihre "Besorgnis" zum Ausdruck.

    Es sollten nun "so viele Beweise wie möglich" gesammelt und al-Maliki vorgelegt werden, teilte der Demokrat Lieberman mit. Sein republikanischer Kollege McCain ergänzte, mit einer Nutzung des irakischen Luftraums zu diesem Zweck werde "eine Resolution des UN-Sicherheitsrats" verletzt.

    Nach seinen Angaben wurden die zuvor ausgesetzten Flüge aus dem Iran nach Syrien nach dem 18. März wieder aufgenommen. Damals waren bei einem Anschlag in Syriens Hauptstadt Damaskus Assads damaliger Verteidigungsminister Daud Radschha und dessen Stellvertreter Assef Schaukat, ein Schwager Assads, getötet worden.

    Im März hatte die irakische Regierung der iranischen Führung auf Druck der USA mitgeteilt, dass sie Waffenlieferungen über ihr Staatsgebiet oder durch ihren Luftraum nicht mehr dulde. Teheran teilte Bagdad laut den US-Senatoren später mit, dass nur Hilfsgüter nach Syrien gebracht würden.

    Erdogan sagte in einer öffentlichen Rede, die syrische Regierung sei für "Massenhinrichtungen" an Zivilisten verantwortlich. Assad stecke "bis zum Hals im Blut". Bei der Veranstaltung seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP sagte Erdogan, die Türkei könne im Syrien-Konflikt nicht gleichgültig sein.

    In der vergangenen Woche hatte Erdogan den UN-Sicherheitsrat vergeblich dazu aufgefordert, entlang der syrischen Grenze zur Türkei eine Schutzzone für Flüchtlinge einzurichten. Die Türkei beherbergt derzeit in neun Lagern mehr als 80.000 syrische Flüchtlinge.

    Der internationale Sondergesandte Lakhdar Brahimi warnte am Dienstag vor der UN-Vollversammlung in New York, die Zahl der Opfer in Syrien sei "erschütternd". Ein gemeinsames Vorgehen der Weltgemeinschaft sei dringend notwendig. Brahimi kündigte an, in den kommenden Tagen nach Damaskus reisen zu wollen.

    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon prangerte vor der Versammlung die Staaten an, die Waffen nach Syrien lieferten. Mit ihrer Unterstützung Assads sorgten diese Länder nur für "weiteres Elend", kritisierte Ban, ohne Namen zu nennen. Als Hauptwaffenlieferant Assads gilt Russland.

    Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, Brahimi "die von ihm benötigte Unterstützung zu geben". Ägyptens Präsident Mohammed Mursi verlangte ein entschiedenes Handeln der Arabischen Liga. An Assad appellierte er, "das Blutvergießen zu beenden".

    Bei neuer Gewalt in Syrien wurden laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London in der Nacht etwa 20 Menschen getötet, darunter neun Kinder. Die nordwestliche Metropole Aleppo, aber auch Damaskus und andere Regionen waren demnach wieder Ziele von Angriffen der Regierungstruppen.

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