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    Syrische Kampfjets fliegen Angriffe auf Stellungen der Rebellen

    Beirut/Peking (dapd). Kampfflugzeuge der syrischen Luftwaffe haben am Mittwoch Stellungen der Rebellen in der Nähe von Damaskus und im Norden des Landes angegriffen. Die Regierungstruppen von Präsident Baschar Assad hätten die Luftangriffe intensiviert, da sie auf dem Boden keine Erfolge mehr gegen die Aufständischen erzielen könnten, erklärten syrische Oppositionelle.

    Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte unterdessen bei einem Besuch in Berlin, die Entscheidung über eine Flugverbotszone über Teilen Syriens liege beim Weltsicherheitsrat. Allerdings hätten die Erfahrungen wie beispielsweise aus dem Irak gezeigt, dass ein solcher Schritt mit zahlreichen Problemen behaftet sei. Erdogan gilt als einer der schärfsten Kritiker Assads in der Region.

    Die Luftwaffe habe fünf Angriffe gegen eine Rebellenhochburg im Bezirk Ghuta nahe der Hauptstadt Damaskus geflogen, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Aus der Ortschaft Maaret al Numan an der strategisch wichtigen Straße zwischen Damaskus und Aleppo seien drei Luftangriffe gemeldet worden. Über Tote sei zunächst nichts bekannt, hieß es in der Mitteilung der Beobachtungsstelle.

    Tags zuvor seien bei Angriffen der Regierungstruppen aber mindestens 185 Menschen im ganzen Land getötet worden. Seit Beginn des Aufstands gegen Assad im März vergangenen Jahres gab es nach Schätzungen der Opposition mehr als 36.000 Tote.

    Der Sprecher des syrischen Außenministeriums warf der Türkei am Mittwoch vor, eine "zerstörerische Politik" gegen Damaskus zu betreiben. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu "greift die Sicherheit und Stabilität" Syriens an, sagte Dschihad Makdessi. Am Tag zuvor hatte Davutoglu sich enttäuscht gezeigt, dass die vereinbarte Waffenruhe am Wochenende immer wieder gebrochen worden war, und erklärt, seine Regierung sehe keine Grundlage mehr für weitere Gespräche mit Assad.

    Brahimi wünscht sich aktivere Rolle Chinas

    Im Ringen um ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien wandte sich der UN-Sondergesandte Lakhdar Brahimi unterdessen an China. Das Land könne "eine aktive Rolle bei der Suche nach einer Lösung spielen", sagte er bei einem Gespräch mit dem chinesischen Außenminister Yang Jiechi am Mittwoch in Peking.

    Die internationale Gemeinschaft ist sich weiter uneins, wie der Bürgerkrieg gestoppt werden kann. China und Russland blockieren mit ihrem Vetorecht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen alle Versuche, härtere Sanktionen gegen Syrien zu verhängen. Die Forderung westlicher Länder nach einem Rücktritt Assads lehnen sie ab.

    Bei dem Treffen mit Brahimi habe Yang dem Sondergesandten den neuen chinesischen Vier-Punkte-Plan zur Beilegung des Konflikts in Syrien vorgestellt, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Darin werde eine Waffenruhe und der Beginn eines politischen Übergangsprozesses angeregt. Zudem werde die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Vermittlungsbemühungen Brahimis stärker zu unterstützen, hieß es in dem Bericht von Xinhua.

    Wie wenig Einfluss die internationale Gemeinschaft derzeit auf die Lage in Syrien hat, zeigte ein Aufruf von Brahimi zu einer viertägigen Waffenruhe am vergangenen Wochenende, der ungehört verhallte. Mehr als 500 Menschen wurden zwischen Freitag und Montag getötet.

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