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    Tarifverhandlungen für die Chemiebranche vertagt

    Hannover (dapd). Die bundesweiten Tarifverhandlungen für die Chemiebranche sind am Montag in Hannover ohne Einigung vertagt worden. Es gebe noch "erhebliche Differenzen" bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen, sagte der Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber, Hans-Carsten Hansen. "Die Gewerkschaft blendet die Risiken zu sehr aus", fügte er hinzu. Bei der Entwicklung neuer Arbeitszeitmodelle vor allem für ältere Beschäftigte gebe es aber Schnittmengen. "Wir sind es gewohnt, Gräben zuzuschütten", gab sich Hansen zuversichtlich.

    IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann beurteilte die Gespräche bezüglich der Demografie-Frage ebenfalls optimistisch. Bei der Lohnforderung von sechs Prozent liege man jedoch "weit auseinander".

    Parallel zu den Gesprächen demonstrierten am Nachmittag knapp 300 Beschäftigte vor dem Tagungshotel. Die Tarifverhandlungen sollen am 23. und 24. Mai in Berlin fortgesetzt werden.

    dapd

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