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    "Tatort" gewinnt übers Internet junge Zuschauer

    Berlin (dapd). Der "Tatort" gewinnt dank Social Media jüngere Zuschauer. Das sagte der zuständige Koordinator des Senderverbunds, Gebhard Henke, in einem dapd-Interview. Die Zuschauerschaft der 42 Jahre alten ARD-Krimireihe werde in der Altersstruktur immer jünger. Für sie sei der "Tatort" Kult. Henke erklärte: "Der 'Tatort' Münster hat die höchsten Marktanteile unter den 14- bis 49-Jährigen. Das ist durchs Netz gekommen, wo Jüngere kommunizieren."

    Der Senderverbund setzt darauf, dass die Neuerungen beim "Tatort" den Erfolg der Krimireihe nicht beschädigen. Derzeit laufen Vorbereitungen für vier neue "Tatort"-Teams Hamburg, Dortmund, Saarbrücken und Thüringen. Mit Til Schweiger als neuen Hamburger Kommissar hat der NDR einen schlagzeilenträchtigen Coup gelandet.

    Der Kinostar hat sich auf nur einen "Tatort" pro Jahr verpflichtet. In diesem Punkt hat sich etwas geändert, wie Henke erklärte. Früher waren die Kommissare am beliebtesten, die den Zuschauern viele Jahre ans Herz gewachsen sind wie Götz George oder Manfred Krug. "Das gilt überhaupt nicht mehr", sagte Henke, der beim WDR als Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie für die "Tatorte" aus Köln und Münster und nun auch aus Dortmund verantwortlich ist.

    Der erste neue "Tatort" aus der Ruhrgebietsstadt soll im Herbst dieses Jahres ausgestrahlt werden. Der Schauspieler Jörg Hartmann spielt die Hauptrolle als Leiter der Mordkommission. Die Fälle sollen sich an der realen Ermittlungsarbeit der Dortmunder Kripo anlehnen.

    Henke betonte, der "Tatort" sei das sozialkritische Fernsehspiel geblieben. "Es gibt kein Thema, das wir - wie ich meine, auf eine relativ intelligente Art und Weise - im 'Tatort' nicht erzählt haben, das nicht auch in den Zeitungen gestanden hat, sei es Armut, Umweltschrott, Organentnahme oder Gewalt an Kindern." Das Credo Bildung und Unterhaltung zu verbinden, gelte gerade für die Krimireihe.

    dapd

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