Während der UN-Klimakonferenz in Durban haben tausende Menschen in der südafrikanischen Stadt für mehr "Klima-Gerechtigkeit" demonstriert. Mit dem Slogan "Amandla", dem Schlagwort der Anti-Apartheid-Bewegung Südafrikas, zogen die Demonstranten in Richtung des Konferenzzentrums, wie ein AFP-Reporter berichtete. Auf Spruchbändern war zu lesen "Hört auf, unsere Erde zu töten" oder "Gerechtigkeit". Zudem waren afrikanische Gesänge und Trommeln sowie Vuvuzelas zu hören.
"Wir wollen Klima-Gerechtigkeit und keine Klima-Apartheid", sagte eine Sprecherin der Veranstalter. Es müsse klar gemacht werden, dass bei der Konferenz ernsthafte Entscheidungen zum Klimawandel getroffen werden müssten. Die Konferenz tagt seit Montag in Durban und endet am 9. Dezember. Ziel ist die Verabschiedung eines weltweit verpflichtenden Klimaschutzabkommens. Seit dem Klimagipfel vor zwei Jahren in Kopenhagen stocken die Verhandlungen jedoch.
Zu dem Protestzug in Durban hatten Umweltorganisationen, soziale, politische und landwirtschaftliche Bewegungen sowie Gewerkschaften aufgerufen. Zahlreiche Sicherheitskräfte waren im Einsatz, vier Panzer fuhren dem Marsch voraus. Vor Beginn des Protestmarsches kam es zu einigen Zwischenfällen unter den Demonstranten, als sich Mitglieder der Jugendbewegung der südafrikanischen Regierungspartei ANC dem Protestzug anschlossen. Die Lage beruhigte sich jedoch kurz darauf wieder.


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