Die US-Raumfähre "Endeavour" hat sich allmählich ihrem dauerhaften Standort im California Science Center in Los Angeles genähert. Tausende von Zuschauern säumten die Straßen in Los Angeles, durch die der 78-Tonnen-Koloss gezogen wurde. Das ausgemusterte Space Shuttle wurde mit einem Spezialtransporter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 3,2 Stundenkilometern durch die Metropole im Süden der USA transportiert.
Der letzte Trip der "Endeavour" begann bereits am Freitag. Entlang der knapp 20 Kilometer langen Strecke zwischen dem internationalen Flughafen der US-Westküstenmetropole und dem California Science Center mussten rund 400 Bäume gefällt werden, um den Weg für die Überführung des Raumschiffes freizumachen.
Die "Endeavour" war im September auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida nach Kalifornien geflogen worden. Das jüngste Raumschiff der Space-Shuttle-Flotte der USA war 1991 aus dem Montagewerk im kalifornischen Palmdale gerollt. Seit dem Jungfernflug im Mai 1992 war das Shuttle insgesamt 299 Tage im All und legte bei seinen 25 Missionen mehr als 185 Millionen Kilometer zurück. Ende Mai vergangenen Jahres beendete die Raumfähre ihre letzte Mission zur Internationalen Raumstation ISS.
Die US-Weltraumbehörde NASA hat das Shuttle-Programm im vergangenen Jahr nach drei Jahrzehnten aus Kostengründen eingestellt. In den kommenden Jahren werden die USA keine eigene Möglichkeit mehr haben, Menschen ins All zu befördern. US-Astronauten müssen vorerst mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS fliegen. Die neue US-Kapsel soll frühestens 2015 einsatzbereit sein.



