Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom hat das Unternehmen die Schlichtung angerufen. Es sei keine einvernehmliche Lösung absehbar, teilte der Konzern am Montag in Bonn mit. Die Dienstleistungsgwerkschaft Verdi machte derweil mit Warnstreiks Druck.
Die Gewerkschaft fordert für die mehr als 85.000 Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Gehalt. Die Forderungen seien "weder begründbar noch vertretbar", erklärte die Deutsche Telekom. Der Konzern verwies dazu auf beschlossene "weitreichende Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen".
Verdi hatte zuvor den Druck auf das Unternehmen mit Warnstreiks erhöht. Am Montag legten nach Gewerkschaftsangaben rund 6000 Beschäftigte die Arbeit nieder. Bereits für Dienstag sind weitere Warnstreiks geplant, zu denen erneut rund 6000 Mitarbeiter aufgerufen sind. "Solange das Unternehmen nicht Vernunft annimmt und ein akzeptables Tarifangebot vorlegt, werden Arbeitsniederlegungen unvermeidlich sein und erforderlichenfalls auch ausgeweitet werden", erklärte Verdi-Streikleiter Ado Wilhelm.

