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    Terror-Verdacht gegen Islamist nach Mordaufruf erhärtet

    Yassin Ch. forderte Tod von "Pro NRW"-Anhängern

    Nach dem Aufruf zum Mord an Mitgliedern der rechten Gruppierung "Pro NRW" sieht die Bundesanwaltschaft den Terror-Verdacht gegen einen aus Bonn stammenden Islamisten erhärtet. Die Behörde ermittele bereits seit längerem gegen den Mann wegen Verdachts der Mitgliedschaft in der ausländischen Terror-Vereinigung "Islamische Bewegung Usbekistan" (IBU), sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. "Die aktuelle Veröffentlichung belegt diesen Verdacht weiter."

    Medienberichten zufolge war der Mordaufruf am Wochenende im Internet aufgetaucht. Der siebenminütige Aufruf soll von dem radikalen Islamisten Yassin Ch. stammen, der sich demnach im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet aufhält. "Ihr sollt die Mitglieder der Pro NRW alle töten", heißt es den Berichten zufolge in dem siebenminütigen Aufruf. Dazu sollten Informationen über Wohnorte, Arbeitsplätze und tägliche Routinewege gesammelt werden, damit "am besten im Schutz der Dunkelheit oder im Morgengrauen" zugeschlagen werden könne.

    Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums hatte bereits am Wochenende gesagt, die Sicherheitsbehörden nähmen die Drohung ernst. Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hatten sich "Pro NRW"-Anhänger und radikalislamische Salafisten Auseinandersetzungen geliefert. Anhänger der rechten Gruppierung hatten im Wahlkampf Mohammed-Karikaturen vor Moscheen und anderen islamischen Einrichtungen gezeigt. Zwei Polizisten wurden Anfang Mai bei Auseinandersetzungen in Bonn durch Messerstiche verletzt, die einem Demonstranten aus dem salafistischen Umfeld zugeschrieben werden.

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