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    Teure Kinderspiel-Apps: US-Eltern klagen gegen Apple

    Kinder zocken auf den iPhones ihrer Eltern – und anschließend flattern Rechnungen mit horrenden Summen ins Haus. In den USA klagt deshalb eine Gruppe von Eltern gegen Apple. Sie werfen dem Konzern vor, Kinder mit den sogenannten „Bait Apps“ (zu deutsch Köder-Apps) absichtlich zum Kauf von zusätzlichen Spielfunktionen zu verleiten.

    Teure Kinderspiel-Apps: US-Eltern klagen gegen Apple (Bild: ddp images)Sie haben so harmlose Namen wie „Smurfs Village“ - Schlumpfhausen. Doch die Kinderspiele, die Apple in seinem iTunes-Store anbietet, können ganz schön teuer werden. Zwar lassen sich manche Apps gratis herunterladen – doch während des Spieles entstehen häufig hohe Kosten. Der Grund: Die Kinder können sich zusätzliche Hilfsmittel wie zum Beispiel Münzen oder zusätzliche Leben kaufen, um weiterspielen zu können. Spielen sie auf den iPhones ihrer Eltern, brauchen sie dafür nicht einmal Kreditkarten-Informationen anzugeben. Denn die sind bereits auf dem iTunes-Konto der Erwachsenen hinterlegt. Die Folge: Die Eltern erhalten unerwartete Rechnungen, die in manchen Fällen mehrere hundert Euro betragen.

    Eine Gruppe verärgerter Eltern in den USA hat deshalb gegen Apple geklagt. Sie werfen dem Konzern vor, die Kinderspiele als „kostenlos“ anzupreisen und anschließend minderjährige Nutzer zum Kauf zusätzlicher Funktionen zu drängen.

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    „Diese Spiele machen hochgradig süchtig, und genau dafür wurden sie auch entwickelt – zudem nötigen sie spielende Kinder zum Kauf großer Mengen von Spielwährung“, zitiert die „Daily Mail“ aus den Gerichtsunterlagen. In einigen Fällen seien das bis zu 100 Dollar (über 70 Euro) pro Kauf oder mehr.

    Apple hatte bisher gegen die Klage argumentiert, dass der Einkauf innerhalb der Spiele-Apps bereits mit einer zusätzlichen Passwortabfrage versehen worden sei und sich inzwischen sogar ganz ausstellen lässt. Den klagenden Eltern reichen diese Maßnahmen aber nicht aus. Der Konzern muss sich den Vorwürfen nun voraussichtlich vor Gericht stellen. Wie das Technik-Portal „PC Welt“ vermeldet, hat der Konzern noch bis zum 24. Mai 2012 Zeit, eine Stellungnahme zu seiner Verteidigung einzureichen.