Schwerin (dapd-lmv). Eine Insolvenz des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin ist vorerst abgewendet. Die Schweriner Stadtvertretung stimmte am Montagabend einer Soforthilfe in Höhe von bis zu 1,4 Millionen Euro für die in finanzielle Schieflage geratene Spielstätte zu, wie eine Stadtsprecherin am Dienstag mitteilte. Die Stadtvertreter folgten damit mehrheitlich einem Beschluss des Haupt- und der Finanzausschusses, zusätzliche Hilfe aus dem Haushalt der Landeshauptstadt für das Haus im Wirtschaftsjahr 2012 zu gewähren.
Bis Ende März soll außerdem ein Sanierungskonzept vorgelegt werden. Die Geschäftsführung des Theaters ist aufgefordert, durch zusätzliche eigene Konsolidierungsmaßnahmen die finanzielle Situation des Hauses zu verbessern
Der Beschluss der Stadtvertreter verschaffe Zeit, um die Krise zu meistern und dem Theater Planungssicherheit für 2012 zu sichern, sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke). Sie stellte zugleich klar, dass das Theater um betriebsbedingte Kündigungen nicht herumkommen wird. Vor dem Mecklenburgischen Staatstheater liege ein beschwerlicher Weg mit schmerzhaften Einschnitten, die sowohl die künstlerische Qualität als auch den Personalbereich betreffen werden, sagte die Verwaltungschefin.
dapd


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