Rostock (dapd). Nach dem Wiedereinzug der rechtsextremen NPD in den Schweriner Landtag ist erneut eine Debatte über ein Verbotsverfahren der Partei entbrannt. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse plädierte für einen Neuanlauf des 2003 gescheiterten Verfahrens. "Wir brauchen nicht nur die politische Auseinandersetzung mit den notorischen Rechtsextremisten, sondern auch ein Verbot dieser Partei", sagte Thierse der "Ostsee-Zeitung" (Dienstagausgabe). Es sei "schier unerträglich", "dass der demokratische Staat seine Feinde mitfinanzieren muss".
Skeptisch äußerte sich hingegen Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. "Der NPD kommen wir mit einem Verbotsverfahren nicht bei, vor allem nicht dem Gedankengut, das hinter dieser Partei steht", sagte er der Zeitung.
dapd


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