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    Tragödie beim Passionsspiel: Schauspieler erhängt sich versehentlich selbst

    Er wollte den Tod des Verräters Judas dramatisch in Szene setzen – und starb dabei selbst einen tragischen Tod. Der brasilianische Schauspieler Tiago Klimeck erhängte sich versehentlich selbst bei der Darstellung einer Szene des Passionsspiels. Vier Minuten lang bemerkte niemand, dass der Schauspieler tatsächlich höllische Schmerzen erlitt – die anderen Schauspieler dachten, er spiele sie nur gut. Das unfassbare Unglück geschah am Karfreitag. Nun erlag der 27-Jährige seinen Verletzungen.

    Tiago Klimeck als Judas während der Aufführung (Screenshot: Youtube)Im stark katholisch geprägten Brasilien sind Passionsspiele an Ostern wichtige religiöse und gesellschaftliche Ereignisse  - so auch in der Stadt Itararé im Bundesstaat São Paulo. Hier war der 27-jährige Schauspieler Tiago Klimeck für die Rolle des Judas ausersehen worden. Doch der Versuch, die Geschichte des Verräters so echt wie möglich in Szene zu setzen, endete in einer Katastrophe.

    Es geschah während der Aufführung am Karfreitag. Die Szene, in der sich Judas nach dem Verrat an Jesus selbst erhängt, sollte ein dramatischer Höhepunkt werden. Tiago Klimeck ließ sich dafür in der Tat auf der Bühne aufhängen, wobei er allerdings unter dem Kostüm eine spezielle Sicherheitsweste trug, die sein Gewicht tragen und ihn vor Verletzungen schützen sollte. Was dann geschah, wird derzeit noch von den Ermittlern untersucht. Der britischen Zeitung Daily Mail zufolge, gehen sie derzeit davon aus, dass die Sicherheitsweste nach oben an seinen Hals rutschte – und ihm so die Luftzufuhr abschnürte.

    Der Schauspieler kurz vor dem tragischen Unglück (Screenshot: Youtube)Zweifellos hätte Klimeck gerettet werden können – hätte jemand der Anwesenden seine Qualen rechtzeitig bemerkt. Doch tragischerweise beobachteten die Zuschauer und die anderen Schauspieler seinen Kampf gegen das Ersticken lange Zeit, ohne einzugreifen – sie dachten, dies sei Teil des Schauspiels. Erst nachdem Klimeck vier Minuten lang an dem Galgen gehangen war, bemerkten sie, dass etwas nicht stimmte – und befreiten ihn. Doch das Gehirn des Schauspielers hatte bereits zu lange unter einer mangelnden Sauerstoffversorgung gelitten. Er wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert. Nun, zweieinhalb Wochen später, verstarb er an den Folgen des Unfalls.

    Wie die BBC berichtet, ermittelt die Polizei weiterhin in dem Fall und untersucht unter anderem den Apparat, an dem Klimeck aufgehängt war. Möglicherweise sei ein Knoten falsch gebunden worden. Auch eine Autopsie des Leichnams wurde angekündigt.

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