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    Tunesien will früheren libyschen Ministerpräsidenten ausliefern

    Tunis (dapd). Nach acht Monaten Haft hat Tunesien am Dienstag die Auslieferung des ehemaligen libyschen Ministerpräsidenten Al-Baghdadi al Mahmudi nach Tripolis angekündigt. Dessen Anwälte sowie Menschenrechtsgruppen lehnen eine Überstellung mit dem Argument ab, Al Mahmudi könne in seiner mittlerweile von Rebellen beherrschten Heimat Schaden nehmen. "Tunesien wird niemals ein Zufluchtsort für diejenigen sein, die eine Gefahr für die Sicherheit Libyens darstellen", sagte der tunesische Ministerpräsident Hamadi Dschebali nach einem Besuch seines libyschen Kollegen Abderrahim el Kib.

    Erfolgen solle die Auslieferung in den kommenden Wochen, wenn das nötige Prozedere abgeschlossen sei, sagte ein Sprecher des tunesischen Justizministeriums. Al Mahmudi war im September vergangenen Jahres wegen illegalen Grenzübertritts in Tunesien festgenommen worden. Er befand sich auf der Flucht gen Algerien, wo Mitglieder des später getöteten Machthabers Muammar al Gaddafi Unterschlupf gefunden hatten.

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