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    Tunesischer TV-Sender muss wegen Films "Persepolis" Strafe zahlen

    Darstellung Allahs als alter Mann rief Proteste hervor

    Wegen der Ausstrahlung des Zeichentrickfilms "Persepolis" im tunesischen Fernsehen ist der Chef des Senders Nessma, Nabil Karoui, zu einer Strafzahlung von umgerechnet rund 1200 Euro verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Tunis verurteilte Nessma, einen TV-Produzenten und einen Techniker am Donnerstag wegen "Verletzung der guten Sitten und Störung der öffentlichen Ordnung". In dem mehrfach ausgezeichneten französisch-iranischen Film aus dem Jahr 2007 wird der muslimische Gott Allah als alter, bärtiger Mann dargestellt.

    Die Ausstrahlung des Filmes im Oktober hatte gewaltsame Proteste hervorgerufen. Karoui war bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Die Verteidigung kündigte an, sie werde in die Berufung gehen. Das Urteil sei ein "Angriff auf die Pressefreiheit", sagte Karouis Anwalt Abada Kefi. Von den Zuschauern wurde die Strafe zum Teil als zu mild angesehen. Eine Geldstrafe in dieser Höhe "für jemanden, der Allah verspottet und die Gefühle der Muslime verletzt" sei "verrückt", sagte ein Mann.

    Hunderte Angreifer hatten im Oktober das Haus Karouis in Brand gesetzt. Der Film basiert auf einem Comic der in Frankreich lebenden iranischen Autorin Marjane Satrapi und erzählt von ihrer Jugend und Kindheit im Iran.

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